Woanders ist es auch schön

Frau Novemberregen antwortet auf Sicherheitsbedenken und weil es Frau Novemberregen ist, geht es dabei um das große Ganze.

Twinkle Khanna denkt über die Liebe und ihre Schrammen nach.

Andere Kühe haben auch auch schöne Kälber und dieses Blog mag ich von Herzen gern.

Frau Wortschnittchen denkt über das Ankommen nach.

Herr Rau macht sich Gedanken darüber, was die Schule eigentlich muss oder auch nicht .

Im Winter bin ich schon einmal  über die Frage gestolpert wie es sich verhält mit der Frage von Schuld und Sühne ob der Mörder, wohl immer der Mörder bleibt. Gedanken dazu und natürlich sehr Kluge macht sich auch die die New York Times .

Gleich noch einmal die New York Times, denn Hanya Yanagihara wandert auf den Spuren von Bruce Chatwin.

Die Ungleichheit der Arbeit ist in Indien auch immer eine Frage von von Leben und Tod.

Diese Woche waren die gemeinsamen Anwesenheitszeiten des Tierarztes und des Fräulein Read On’s noch geringer als ohnehin schon und ich weiß nicht zu sagen, zu welchem herbstlichen Liebeslied der Tierarzt sich die Zähne putzte. Ich aber habe in dieser Woche immer wieder Schumanns Klavierkonzert in a-moll gehört und mich noch immer nicht sattgetrunken an dieser Musik.

Woanders ist es auch schön

Frau Arboretum hört ein Lied und erinnert sich. Ein Lied ist ja niemals nur ein Lied und Erinnerungen sind niemals nur Erinnerungen.

Es gibt ein Bild  von Oskar Maria Graf, da steht er in den Krachledernen mit einer Tasche auf dem Flughafen und es ist eines jener Bilder des Exils, die sich mir unauslöschlich eingeprägt haben. Den Versuch sich die Heimat als Mantel und Hose um die Beine und Schultern zu legen, so vergeblich, so verzehrend und ich kann es Ihnen nur ans Herz legen, lesen Sie seine Bücher, die allesamt von der Heimat erzählen, ohne sich dem Schwindel der Sentimentalität hinzugeben.

Der Spiegel hat eine Reportage über eine Mutter deren Ambitionen und das gesellschaftliche Dilemma der Mutter an sich gemacht, und auch wenn ich glaube, dass ein viel größeres Dilemma ist, dass der Spiegel seit Jahr und Tag die gleichen Geschichten erzählt und niemals die Geschichten der Mütter, die dem Zwang unterliegen vom ALDI Gehalt zwei Kinder großzuziehen, hat Frau Excellensa einen klugen Kommentar dazu verfasst, dass die größten Feinde der Mütter immer noch die Verachtung der anderen Mütter und Frauen ist.

Die Rolling Stones kommen nach Hamburg und die Freude hält sich in Grenzen.

Christina Dongowski besucht Ernst Jüngers Haus in Wilfingen und ich habe nicht nur gelernt, dass Jünger ein rosa Badezimmer hatte. Was für ein fantastischer Text.

Gauri Lankesh eine indische Journalistin ist erschossen worden- bei sich zu Hause, denn die Dementoren sind wirklich keine Erfindung eines Kinderbuches, sondern grässliche und traurige Realität.

In Irland ist Tee eine sehr ernste Angelegenheit und es gibt Familien, die sich nicht über die unmögliche Schwiegertochter oder das Kreuzerl auf dem Wahlzettel zerbrachen, sondern über die Teemarke oder die Definition des Schlückchens Milch. Das Lied und das Video der Rusangano Family ist nicht nur deshalb  sehr großartig.

Woanders ist es auch schön.

Liebe Tante Anna Was für ein berührender Text und was für ein zauberhaftes Blog.

Die Welt ist eine andere in Georgien und immer wieder neu lässt sich fragen, wo ist das eigentlich dieses Europa?

Die Kaltmamsell wandert durch Galizien und nimmt uns alle mit!

Italien geht ja immer.

Es gibt ja keine einfachen Leute und auch kein einfaches Leben und dazu gehört auch das Leben jener DDR- Bürger, für die das Ende, kein Anfang war.

Ob die Kinder es wohl noch retten können?

Wie sehr ich diese Frauen doch bewundere.

Nach langen, grauen Tagen ist das Blau zurück  und der Tierarzt singt im Badezimmer  dieses Lied und singt es schief und laut und sehr, sehr schön.

Woanders ist es auch schön.

Frau Casino fährt auf der deutschen Autobahn, aber diese, eine große deutsche Liebe ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Oder vielleicht hat es sie auch außer in deutschen Träumen und dem Magazin des ADAC auch nie gegeben?

Auf dem Meer braucht es Geduld.

Friederike sammelt Töne und Geschichten.

Nathan Englander hat aufgeschrieben, wie der Mob von Charlottesville an einem Tag etwas zerstört hat, was nicht einfach und vielleicht nie wieder zurückkommen wird.

Herr Giardino war in Schottland und nimmt uns mit und seine Bilder sind atemberaubend und sehr, sehr großartig. Lesen und staunen Sie.

Ohne Bücher geht es nicht. Schon gar nicht in Indien.

Ohne die alten Griechen aber auch nicht.

Der Tierarzt jedenfalls singt begeistert mit und er hat ja Recht, Ciaran Lavery singt so wie der irische Sommer ist, ein bisschen viel Regen, manchmal eine Handvoll Sonnnenstrahlen Hoffnung und immer viel zu schnell vorbei.

 

 

 

 

 

Woanders ist es auch schön.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber Klein-Bloggersdorf ist wie ausgestorben, keine Hochzeiten, keine Erbtanten, die überraschend zu Besuch kommen, nicht einmal ein heimlicher Geliebter steigt über den Gartenzaun und noch die anhänglichste Schwiegermutter ist zur Kur in Bad Salzuflen. Klein-Bloggersdorf ist menschenleer und nur der Tierarzt und ich sitzen unter der Linde und drehen Däumchen. Dann aber reißt Kälbchen aus und wir müssen rennen. Dann aber sitzen wir seufzend und nicht wenig seufzend wieder im Schatten, denn es ist nicht zu ändern. Ganz Klein-Bloggersdorf ist verreist.

Liisa wandert durch eine unverschämt schöne Idylle und ich habe Kuchenhallzuinationen. ( Nicht sehr angenehm so etwas. )

Familie Brüllen macht sich auf nach Norden und zwar ganz und gar elektrisch angetrieben. Der Tierarzt jedenfalls sitzt vor den Bildern und murmelt etwas von: „Kälbchen würde eine Luftveränderung“ auch einmal ganz gut tun. Kälbchen blökt zustimmend.

Die verehrungswürdige Madame Modeste reist  mit Tucholsky durch Japan.
Ziemlich neidisch sieht man hier hinterher und hält die Daumen bis endlich auch Kitsune wahr und wahrhaftig die Reisenden begleiten.

Andere Klein-Bloggersdorfer sind noch in den Vorbereitungen, auch wenn ich hoffe, dass der Wantenschneider nicht zum Einsatz kommen muss. Etwas empört schnaubt jedoch Kälbchen: Irland ist auf den Seekarten nämlich nicht zu erspähen.

Manche Reisen führen dann auch gleich direkt in die Vergangenheit.

Und selbst Herr Buddenbohm, der Bürgermeister von ganz Bloggersdorf ist in seinem Garten verschwunden.

„Wenigstens ein Lied für die Daheimgebliebenen Tierarzt?“ „Sogar eins mit Spinnenweben Mädchen-“

Da sitzen wir nun einsam unter der Linde. Sie sehen in Klein-Bloggersdorf ist niemand da.

Woanders ist es auch schön.

Die Notaufnahmeschwester macht eine eine Pause.

Die Kaltmamsell spricht über das Bloggen und das Leben an sich.

Madame Modeste rechnet einmal nach.

Philea findet ein Stück Gallimard im Wagenbach Verlag

Zwar leben in unserem Haushalt eine faule Katze, ein überschwänglicher Hund, ein Kälbchen in den Flegeljahren, eine Möwenbande auf dem Dach, aber Eulen, verschwiegene, kluge und verwunschene Eulen sitzen leider nicht in den Kastanien und auch nicht im Glockenturm von St. Sylvester.

Rokia Traoré singt auf Bembara und Französisch und sie singt über Mali und die Welt, über die Schmerzen Afrikas und das Glück. Immer wieder erzählt sie die Geschichten, die in den Nachrichten nicht vorkommen und auch in den Nachrichten kommt Afrika oft nur vor, wenn ein neuer Krieg beginnt oder ein alter Krieg aufbricht oder die Toten des Hungers gezählt werden. Hier ist Africa beautiful .