Wie es isst.

Immer kurz vor Weihnachten beschließt die Frau des Krämers abzunehmen. Der Krämer fährt in den von ihr so verachteten TESCO auf einer grünen Wiese und die Frau des Krämers lädt einen Stapel Weight Watchers Assietten in ihren Wagenkorb und schwört in den nächsten Tagen bis zum 23 Dezember nichts anderes mehr zu essen, als das was das Punktesystem der vereinigten Waagenwächter vorgibt. Nach zwei Tagen kennt die Frau des Krämers alle Punkte, die auf den Plastepackungen abgedruckt sind. Aber nach zwei Tagen hat die Frau des Krämers auch festgestellt, wie scheußlich der Waagenwächterfraß schmeckt. Die Laune der Frau des Krämers ist also an Tag Drei unterirdisch und da die Frau des Krämers findet, ich sei quasi für jedes Elend der Welt mitverantwortlich, schreit sie während ich Butter, Joghurt und Milch zur Ladentheke trage: „Sie wissen aber schon wie viele Punkte das hat!“ Keine Ahnung, Frau des Krämers sage ich, Hauptsache die Milch ist nicht sauer, die Butter nicht ranzig und der Joghurt nicht wässrig. Die Frau des Krämers knurrt Böses. Dann hole ich Nussschokolade. Die Frau des Krämers fletscht die Zähne, das ist verboten, streng verboten, Schokolade hat sieben Schrillionen Punkte. Überhaupt Fräulein Read On, sind sie dicker geworden oder trägt die Strickjacke auf?“ Frau des Krämers lächle ich, es soll kalt werden über Nacht, Nussschokolade aber wärmt gut. Dann hole ich Schokoladeneis aus der Tiefkühltruhe und die Frau des Krämers wirft mir ihren Todesblick zu.
Wissen Sie Frau des Krämers mein Punktesystem ist ganz einfach: „Ist noch genug Nussschokolade da und warum zur Hölle sind da immer noch vier Pastinaken im Gemüsefach.“ Die Frau des Krämers starrt mich entsetzt an: „Ich weiß wirklich nicht, wie der Tierarzt es mit Ihnen aushält.“

Die Auszubildende schluchzt wie ein Schlosshund. Es braucht eine Packung Taschentücher und den ganzen Rest meiner Jahresendgeduld bis ich herausfinde, warum sie schluchzend das Telefon ignoriert. „Fräulein Read On bricht es schließlich aus ihr heraus, „mein Kleid für die Weihnachtsfeier ist mir zu eng.“ „Kaufen Sie ein neues Kleid“, sage ich und nehme den Telefonhörer ab. „Sie sind so unsensibel“ schreit die Auszubildende. Ich atme tief ein und aus. Am Telefon ist der Schriftsteller. „Fräulein Read on sagt er, besteht Frackzwang?“ „Schriftsteller, sage ich, es ist die Weihnachtsfeier nicht der Pulitzerpreis.“ Der Schriftsteller immerhin ist beruhigt.

Am Abend sind der Tierarzt und ich auf der Weihnachtsfeier der Tierärzte und ihres Anhangs. Wir sind zu siebent am Tisch und ich besehe den Menüplan, um herauszufinden, was für den Tierarzt wohl ginge und was nicht. Pilzsuppe lese ich und denke an die Pariser Maronensuppe von der, der Tierarzt fünf Löffel schaffte und ich danach vor Freude durch das Marais hüpfte. An unserem Tisch sitzt eine Tierärztin, zwei Tierärzte und ihre Frauen und dann sitzen da eben auch wir. Der Tierarzt sagt: Das ist das Mäd-äh Fräulein Read On, sie fürchtet sich nur vor Reptilien, liebt eine Wildtaube, Kälbchen und ich hoffe ein kleines bisschen auch mich. Ich lächle milde und versuche zu verdrängen, da Kälbchen mir erst vorgestern so derartig auf den Mantel gesabbert hat, dass noch nicht klar ist, ob der Mantel sich noch retten lässt und sage: Angenehm, wie schön sie kennenzulernen.

Die Damen der Tischgesellschaft starren den Tierarzt an.

Dann sagen sie zum Tierarzt gewandt:

„Ich muss auch dringend abnehmen.“
„Nach Weihnachten kommen fünf Kilo runter.“

„Meine Oberarme sind solche Fettschlegel.“

„Haben Sie auch schon mal die Kohlsuppendiät probiert?“

„Ach, am Besten ist dann doch die gute Friss die Hälfte.“

„Die Tina macht ja im Januar immer eine Saftkur.“

„Sagen Sie, war das erste Kilo eigentlich das Schwerste?“

„Haben Sie die Kohlenhydrate ganz weggelassen oder nur Abends?“

„Rohkost soll ja richtig gut sein, um zu entschlacken.“

„Verzicht ist auch eine Lebenshaltung.“

„Abnehmen ist eine Einstellungsfrage.“

„Ich mache seit August ja SlimFit und ich bin mir sicher, da geht noch mehr.“

Die Frauen trinken während sie so daherreden Champagner und Rotwein, sie essen Canapés mit Lachs und russische Eier, sie löffeln die dicke Pilzsuppe und nehmen eine zweite Portion vom Lammbraten, sie essen Kartoffeln mit Rosmarin und in Honig glasierte Möhren. Sie essen Pasteten und Ententerrine, sie schlecken Eis und nehmen Pralinen zum Kaffee dazu. Keine der Frauen hört auf, während sie essen davon auf zu reden, wie sie bald abnehmen werden und natürlich preisen auch sie das Konzept der Waagenwächter mit ihrem so überaus klugen Punktesystem.

„Das ist überhaupt der Trick“ sagen sie und sehen den Tierarzt an, der sich an einem Löffel Suppe quält, man lässt einfach die Hälfte auf dem Teller liegen. Dann kratzen sie Erdbeersauce vom Tellerrand. Der Tierarzt aber steht auf und ich weiß ganz genau, dass er im Badezimmer des Restaurants zwei Löffel Pilzsuppe ausspeit und die Frauen am Tisch seufzen verzückt: „Einmal Size Zero.“ „Size Zero ist dem Tierarzt zu groß“, sage ich und die Frauen starren mich an. Als der Tierarzt zurückkommt, sind die Teller abgetragen und seine Hände sind kalt.

Die Damen loben nun die Qualität des Essens und die Güte des Weines, der Tierarzt trinkt Kamillentee und irgendwann gehen wir zurück zum Auto. Ich krame nach dem Autoschlüssel in meiner Handtasche und als wir im Auto sitzen, vergräbt der Tierarzt den Kopf in seinen Händen und sagt: „Mädchen, warum dürfen alle abnehmen und nur ich muss essen?“

Das Glück ist eine Suppenschüssel

This soup 🍜 is heaven. Absolute heaven. #aobaba #vietnamesefood #phobo #thebest #dublin #yummy

A post shared by FräuleinReadOn (@mademoisellereadon) on

Es gibt missliche Tage und besonders missliche Tage. An besonders misslichen Tagen, da versuchen sie in aller Früh die Katze davon abzuhalten ihre Schnürsenkel zu zerbeißen und sogleich vergräbt die Katze ihre Zähne tief in ihren Arm. Der Tierarzt sitzt an solchen misslichen Tagen mit festzusammengepressten Lippen am Tisch und keift: Dieses Porridge ess ich nicht und überhaupt will ich nie, nie, nie wieder etwas essen. An besonders misslichen Tagen ruft ihr Vater sie an und sagt: „Süße, ich weiß gar nicht, wie ich es dir sagen soll, aber ich habe alle Chanukkah-Kerzen auf die Geburtstagstorte deiner Schwester getan und wie soll ich es sagen, die Torte war sehr gut und deine Schwester hat alle Kerzen auf einmal ausgeblasen, aber jedenfalls sind die Kerzen jetzt alle weg.“ An besonders misslichen Tagen ist es auf dem kleinen Dorf, in dem ich lebe, eisig kalt, in Dublin aber schwül und warm und noch dazu lacht die Stadt höhnisch und gießt Sprühregen über unseren Köpfen aus, jedenfalls schwitzen sie in den dicken Wollstrumpfhosen und hangeln sich gerade in Feinstrumphosen, da klopft es und sie schreien: „Nein jetzt nicht“, aber die Auszubildende reißt natürlich unbekümmert die Tür auf und vor ihnen steht der Chef eines verfeindeten Instituts und sie stehen in Snoopy-Unterhosen, Bluse und einem Bein in der Strumpfhose da. Oh, diese Auszubildende!

An derart misslichen Tagen, empfiehlt es sich dringend zur mittäglichen Stunde das Aobaba aufzusuchen. Das Aobaba ist nämlich auch an besonders misslichen Tagen eine so derart wohlgeordnete Welt, dass man auf der Stelle ruhiger wird, tritt man an den Tresen und alles was es zu entscheiden gilt, ist ob man die Pho, eine vietnamesische Nudelsuppe mit Rind, Huhn oder Tofu haben will und während man seinen Wunsch über den Tresen ruft, so tönt es gleich hinterher: „Small oder large.“ Hier gilt es auf jeden Fall large zu rufen, dann erhält man ein weißes Papierzettelchen mit einer Nummer und setzt sich an ein Tischen und wenn die Damen sich mit dampfenden Schüsseln nähern, gilt es zu winken und zu rufen, denn das Aobaba ist eng und verwinkelt, die Tische sind dicht besetzt und die Schüsseln groß wie heiß. Das Aobaba wird allein von Frauen geführt- in den drei Jahren in denen ich im Aobaba Suppe schlürfe, habe ich noch niemals einen Mann im Aobaba walten sehen, umsichtig sind die Frauen, niemals verlieren sie ein Wort über unnütze Dinge. Oft ist es im Aobaba voll und man muss einen Moment anstehen, bevor man zu Tisch und Suppe kommt, einmal da begann ein Mann ungeduldig zu werden und plärrte über die Schlange hinweg etwas was verdächtig nach: „Dalli, Dalli“ klang. Eine der Aobaba Damen rief zu ihm herüber: „Soup or no soup“ und damit war alles geklärt, alles gesagt und lammfromm stand der Mann in der Schlange bis er an der Reihe war und so ist die Welt im Aobaba eine vortrefflich geordnete und deutlich unterschieden von der misslichen Außenwelt.Sollte das Matriarchat eines Tages Wirklichkeit werden, so hoffe ich sehr, dass den Damen des Aobaba dort eine Führungsrolle zukommt, denn sie haben lange schon verstanden, dass sich die Übel der Welt nicht ohne einen Teller Suppe lösen lassen.

Die Suppen kommen in großen, weißen Schüsseln, und immer gibt es Zitrone und frisches Chili dazu. ( Auf den Tischen steht zudem sriracha Soja Bohnen Paste, Fischsauce und Töpfe mit minced chilli.) Die Brühe ist so stark wie heiß, dabei niemals ölig, das Huhn ist nicht zäh und auch nicht pappweich, der Koriander ist niemals zu stark, dass alles im Koriander ertrinkt, der Bambus ist knackig und die Nudeln sind ein einziges, langes Glück, die Nudeln sind perfekt zum zuzeln und niemand im Aobaba nimmt Anstoß am schlürfenden Suppengenuss. Aber nicht nur für die Suppen lohnt sich ein Besuch: die vietnamesischen Pfannkuchen sind exzellent und die Frühlingsrollen unübertroffen. Hat man die Suppe ausgeschlürft, so kehrt man gestärkt in die Welt zurück, versöhnter noch mit den misslichsten Tagen und versehen mit der Pho der Damen Aobaba greift man sogar zum Telefon um bei der A. in Jerusalem der Channukka-Kerzen vorzusprechen und auch ihr schroffes und höhnisches Lachen: „Diaspora-Juden“, kann mich nicht weiter schrecken. Auch an misslichen oder schönen Tagen übrigens lohnt sich ein Besuch im Aobaba sehr.

Aobaba,6A Capel St, North City, Dublin 1, Täglich von 12 Uhr- 10 Abends geöffnet.Eine große Schüssel Pho Bo und alle anderen Pho Variationen, wie man mich zu Recht berichtigt, kosten 7,80 Euro.

Wie immer gilt: selbstgeschrieben, selbstgeknipst und selbstbezahlt ist es auch.Das Aobaba spricht für sich.

Heiß, heißer, Suppe!

fullsizerender-17

In Ehren gehalten wie Onkel A. wird auch die einhenklige Suppenschüssel

Nach der Aufklärungssprechstunde aber laufe ich schnell über den Marktplatz, zweimal links, dreimal rechts, dann ums Eck und schon an der Straßenecke rieche ich es: meine liebe C. hat ihre berühmte Suppe gemacht. Einen Rindermarkknochen nämlich kocht die liebe C. über Stunden auf kleiner Flamme, wirft Möhren und Erbsen, dazu und macht die besten Grießklösschen mit frischem Thymian und Ei, aber die kommen erst ganz zum Schluss in die Suppe. Dann zieht die C. ein braunes Gewürzfässchen nach dem anderen vom Regal und salzt hier ein bisschen,pfeffert dort, greift in so viele Tiegel und Töpfe bis sie irgendwann ganz und gar zufrieden ist mit der Suppe und dann muss die Suppe ziehen. ( Die Suppe allerdings kann nur so lange ziehen, wie ich noch nicht zurück bin.)

Schon also renne ich die Treppe hinauf, werfe Schal und Mantel über einen Stuhl, küsse die C. zweimal rechts und zweimal links, greife nach dem Löffel und beuge mich über den Topf. Dann ist es für eine ganze Weile still. Die C. lacht. Wir werden dich bald in das Fräulein Suppentopf umbenennen sagt sie und ich werde rot. Die C. holt warmes Brot aus dem Ofen und ich schöpfe uns die heiße Suppe in die Teller, Shabbat Shalom und dann schlürfen wir die glühende, wunderbare Suppe. Denn das ist Teil des Ganzen: Heiß muss die Suppe sein, einem die Zungenspitze ansengen und einen durchwärmen von Kopf bis Fuß in nicht mehr als 30 Sekunden. Die Haare müssen einem zu Berge stehen vor wohliger Wärme und die Wangen glühen rot wie hundertjährige Äpfel. Nie habe ich verstanden, wie Leute Suppe essen können, die mit gespitzten Mund die Suppe kühlen und fürchten sie mögen vergehen an der Glut, die jedem richtigen, echten und wahren Suppentopf innewohnt.
Ich nämlich komme aus einer Familie der Heißesser, schon bei meiner Großmutter dampften die Kartoffeln, so dass die Fenster beschlugen, Wiener Schnitzel, die sie einer gewaltigen gusseisernen Pfanne in brutzelnder Butter briet, zischten und fauchten, landeten sie mit Schwung auf dem Teller, der Grießkoch blubberte unter dem schweren Federbett und meine Großmutter legte noch eine heiße Wärmflasche obendrauf, niemals hätte meine Großmutter einen Braten anders als resch aus dem Ofen auf den Tisch gebracht und das Chili, das meine Großmutter konnte brachte Bauarbeiter zum Weinen und Stahl zum Schmelzen. Der Tee ( mit Kandis natürlich ) ließ das Glas knacken und die Hühnersuppe meiner Großmutter war ein Vulkan, der selbst einem weitgereisten Rabbi Schweißperlen auf die Stirn trieb. Meine Großmutter blieb unbeeindruckt. Nur einmal bat ein Gast um Kühlung der Speise, meine Großmutter aber warf ihm einen Blick zu, der von nichts Gutem kündete und sonst für Gäste, die mit dem Fischmesser ein Steak teilen wollten, reserviert blieb . „Ich kann nicht kalt kochen, sagte sie und der Gast sah verzweifelt auf seinen brodelnden Teller hinab. Wir aber die Heißesser schlürften genüsslich und schüttelten verständnislos den Kopf. Später erst sind mir Kaltesser begegnet. Der F. zum Beispiel rennt regelmäßig mit dem Teller zum Fenster um- man stelle sich das einmal vor- die Suppe zu kühlen und als ich vor Jahren in Madrid zum ersten Mal überhaupt kalte Suppe kredenzt bekam, unwissend aber und voller Vorfreude den Löffel tief hineintauchte, nur um auf einmal kalte Gurken und Tomaten in meinem Mund zu finden, hielt mich nur die Erziehung meiner Großmutter-Contenance mein Kind- davon ab, die Suppe auf den Tisch zu speien. Kalte Suppen aber kann ich nichts anderes als Misstrauen entgegenbringen. Kalte Suppen sind nur dem Namen, nicht aber dem Wesen nach Suppen. Sie trösten nicht, sie riechen nicht nach der Speisekammer, in ihnen liegt keine Seele, keine Familiengeschichten, wie die von Onkel A., der uns Kindern den Suppenkasper verdeutlichen wollte, dabei zu arg am Tischtuch riß und geistesgegenwärtig, nicht Leib noch Leben rettete, sondern die Suppenschüssel packte und so will es die Legende noch im Flug, mit gewaltigem Schlürfen und Schmatzen die natürlich wie bei Heißessern üblich, kochende Suppe verschlang. Ob das nun wirklich wahr ist, weiß ich nicht. Wohl wahr ist aber, dass Onkel A. immer rote Ohren hatte und die auf den Verzehr der guten Suppen schob und auch die Suppenschüssel, die heute in meinem Geschirrschrank steht, hat nur mehr einen Henkel. Ach, was waren das für Zeiten als auch ich unter überzeugten Heißessern lebte. Der Tierarzt aber der nicht isst, sondern pickt wie ein Vögelchen, hat den ersten Löffel Suppe erst dann verzehrt, wenn die Suppe längst Kaltschale geworden ist. Der Priester, mein sonntäglicher Mittagsgast pustet wie der irische Nordwind über das Roastbeef und rührt die Katrtoffeln erst an, wenn sie kalte Steine auf dem Teller geworden sind. Manchmal sieht er zweifelnd zu mir herüber: „Fräulein Read On sagt er dann, Sie verbrennen sich doch die Zunge.“ Ich meinerseits sehe voll Unglauben auf seinen Teller, auf dem nichts mehr brutzelt, keine Butter schäumt und keine Kartoffeln mehr dampfen. Zwar nicke ich freundlich zum Priester hinüber, aber im Grunde meines Herzens bin ich erleichtert, ein wahrer und echter Heißesser zu sein, Teil einer langen Kette von Menschen, die Speisen nie anders als brennend heiß verzehren. Onkel A. schließlich war derjenige, der am lautesten mit dem Suppenlöffel auf den Tisch schlug und anhob zu singen : vos habn mir tsu mitog haynt, fragt Yossele der mamen./mir vilt zikh ezen mamenyu, kartofzup mit shvomen. Wir sangen mit ihm und zuckten nicht mit der Wimper als uns der erste Löffel die Augenbrauen versengte, denn so muss es sein, nur so findet man in das Herz einer jedenSuppe.
Schließlich sind es wir die Heißessser, die auf die Frage nach heiß, heißer…. nie mit am heißesten, sondern immer mit „ Suppe!“ geantwortet haben, das Gesicht immer schon tief über den dampfenden Teller gebeugt, während auf dem Herd schon die Kartoffeln bollern und die Butter laut brutzelnd und prasselnd in der Pfanne zu schmelzen beginnt.

Surviving as a non-pork eater in Ireland (XI)

fullsizerender-12

Sometimes I think there must be a competition. Something like „European championship of preparing the worst canteen dishes“ or All-world finals of the worst vegeterian dishes.“ Otherwise it would be really hard to explain why the canteen serves food as today’s dish. The name alone should have frighten me away: „Cheese Macaroni Pasta.“ You got the idea? Don’t tell me you are never having pasta with more pasta? This however was exactly what today’s dish was all about. On the plate there was pasta covered in a sauce I am not able to identify: anything from mayonnaise to cream cheese dissolved in water would be perfectly plausible because the sauce did not taste of anything at all. The pasta was covered by cheese. But if I would abstain to use the term cheese for the hard and yellow crust that served as a glue on top of the dish. As the pasta itself the cheese crust did not taste of anything not even a large amount of salt and pepper did change this situation for the worse or for the better. Beyond those named ingredients there were tiny, tiny pieces visible that remind from afar of spring onion. They were so tiny and so few that I can’t say for sure if its true or just imagination. This was it. No single piece of vegetable, no sauce, no spices, not even the omnipresent celery  was added to at least evoke the illusion of consideration and care for those people who do not eat meat. If this dish entered the competition it surely would win a gold medal for being able to prepare a disastrous dish with no taste and absolutely not a single vitamin. Congratulations. Well deserved!

What?  Cheese Macaroni Pasta

Where? The Buttery, Trinity College Dublin, Ireland

How much? 4 Euro

Survived? Speechless

 

Surviving as a non-pork eater in Ireland(X)

IMG_0203

It can’t be helped, I am afraid.

Sometimes things change over night. Especially when living in Ireland. You can go asleep thinking of not much more than you need to buy washing powder and in the morning you hear on the radio that Apple owes 13 Billion Euros in tax return to the little island in the Western Atlantic. The grocer’s wife has heard so too. “Oh Read On”, she sighs „I could use a bit of that money to get a new refrigerator for the shop.“ I nod in full agreement. But I won’t tell you what she said about the Irish government not wanting that money. But better it would be fro Enda Kenny not entering the shop of the grocer’s wife. However I am drifting away, because many things stay exactly the same. The weather ( grey and drizzle ) and of course the food in the canteen. I can reassure you, it is as strange as ever. A more warm welcome to the bleak realities you face as a non-pork eater in Ireland could hardly be possible. The sign reads: “Three bean-curry with rice.” I was scratching my head. This really does sound suspicious. But only the brave and the very hungry will make it through and so I nodded when the sweet canteen lady passed me the plate. Here ya go darlin’. Here she goes. The beans turned out to be chickpeas and whites beans, which had been too long in the pot and were burnt black. Even when searching forceful with my fork I couldn’t detect a third species. The beans came- remember some things just stay the same- with celery, onions, reminders of red peppers and zucchini. The sauce reminded from afar of a mixture of baked bean sauce spiced up with Tabasco. I am sparing you the details. I hate wasting food but here I gave up. The half-burnt beans were just that tiny bit too much. “Its all bonkers” as the grocer’s wife would put it, but these are her words of course not mine.

What? Three bean curry with rice.

Where? The Buttery, Trinity College Dublin, Ireland

How much? 4 Euro

Survived? Only halfway.

Surviving as a non-pork eater in Ireland (IX)

IMG_4513 (1).jpg

You all are dead right. I neglected my duty of showing you and the world the wonders of the vegetarian option in the canteen. I know I deserve your quizzical brows and disappointed looks, but here we go again. You can see nothing has changed. Today the cook decided to finally use up all zucchini someone must have ordered without knowing what to do with them further. So may the non-pork eaters suffer from an zucchini overload, as long as it not us ,it is fine. The cook quite optimistically called the dish: „Vegetarian curry with rice“ as if exoticism ever helped to disguise blunt failure. Mrs Rajasthani, Queen of the curry would just snort angrily and dismiss the whole idea of this dish being even a close relative of an Indian curry. Unfortunately, Delhi and Mrs Rajasthani are far away and on a drizzle Dublin Tuesday, this is what you get. Vegetables discovered: chickpeas, zucchini ( loads of them ), a few pieces of green pepper, a fizzle of red pepper, onions, sour aubergines and of course my old and best enemy: celery. The curry sauce was surprisingly hot, even if I could not make out any spices. Maybe the cook just has a big jar standing next to him called „indifferent spice for various purposes“ use carefully. But what do I know about such matters? The book by the way, whose cover matches so stunningly with the colour of the dish is about 17th century vermilion making. What a coincidence!

What? Vegetable Curry with rice.

Where? The Buttery, Trinity College Dublin, Ireland

How much? 4 Euro

Survived? It can’t be helped, can’t it?

Surviving as a non-pork eater in Ireland ( VIII)

IMG_4237

Friday. Probably the cook wants to empty the fridge and the pantry. The weekend is long and who knows what will happen to the corn and the peas in the meantime? This is a risk the cook doesn’t want to take on. And as long as there are non-pork eaters, there is hope: why not processing all those leftover vegetables into a patty and call it a vegetable burger? Brilliant isn’t it? And here we go: the burger consisted mainly of mashed potatoes, a few peas and corn. If you want to imagine the taste: think of mashed potatoes you made on Sunday and re-heat it at three consecutive days. I think you can’t get much closer. Nearly no salt or pepper was spent on this dish. Its getting rid of things that counts not adding stuff, when emptying the fridge. The salad, if you are optimistic enough to call the few leaves that, were surprisingly fresh but pretty tasteless.The exception: a piece of green pepper, which was one of most bitter things I ever ate. Who would have thought the cook being so subtle that he let the week end with a bitter taste, before the sweet weekend appears?

What? Vegetable Burger with salad and garlic sauce ( I can’t eat garlic sauce especially not in public. I have no clue either why a canteen would serve it anyway.)

Where? The Buttery, Trinity College Dublin, Ireland

How much? 4 Euro

Survived? Yes, with a bitter aftertaste.