Woanders ist es auch schön.

Frau Casino fährt auf der deutschen Autobahn, aber diese, eine große deutsche Liebe ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Oder vielleicht hat es sie auch außer in deutschen Träumen und dem Magazin des ADAC auch nie gegeben?

Auf dem Meer braucht es Geduld.

Friederike sammelt Töne und Geschichten.

Nathan Englander hat aufgeschrieben, wie der Mob von Charlottesville an einem Tag etwas zerstört hat, was nicht einfach und vielleicht nie wieder zurückkommen wird.

Herr Giardino war in Schottland und nimmt uns mit und seine Bilder sind atemberaubend und sehr, sehr großartig. Lesen und staunen Sie.

Ohne Bücher geht es nicht. Schon gar nicht in Indien.

Ohne die alten Griechen aber auch nicht.

Der Tierarzt jedenfalls singt begeistert mit und er hat ja Recht, Ciaran Lavery singt so wie der irische Sommer ist, ein bisschen viel Regen, manchmal eine Handvoll Sonnnenstrahlen Hoffnung und immer viel zu schnell vorbei.

 

 

 

 

 

Woanders ist es auch schön

Glück ist auch ein Weizenmeer. #rügen #ostsee #weizenfeld #hintermhaus #weizenmeer #feldein #glück

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Der Tierarzt und ich gondeln heute mit dem Oldsmobile zurück nach Berlin. Wenn Sie aber noch in einem rot-weiß gestreiften Liegestuhl in die Sonne blinzeln und alle Bücher schon ausgelesen sind, ist vielleicht Phileas Empfehlung etwas für Sie? 

Ein lesenswertes Gespräch mit Emilia Smichowski über das Selbst, die Anderen und Integration als etwas sehr Privates.

Der Titel ist mindestens so großartig wie der Text und überhaupt das ganze Blog ist eine Schatzkiste. 1. FC Huhn.

Frau Brüllen ist einer jener Menschen mit denen sich auch die Apokalypse noch als ein heiterer Spaziergang gestalten ließe. Große Liebe auch für den Bettenwechsel.

Julia rettet die Bienen. Gar nicht so einfach.

Die Nachrichten sind voll davon, dass China erfolgreich Apple und Co. dazu gebracht hat VPN Player aus ihren Angeboten zu nehmen, weniger hört man darüber, dass in Vietnam kritische Bloggerinnen zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. 

Wasser auf meine Mühlen.

Musik gibt es auch im Oldsmobile und so fahren wir singend auf das Festland zurück.

 

Woanders ist es auch schön

Ich habe nicht gewusst, dass es Schreibschulen gibt oder Universitäten an denen Ausgewählte schreiben und die Anderen, irgendwie auch noch Lehrer oder irgendwas werden sollen. Was man alles hätte werden können. In Hildesheim jedenfalls wird geschrieben und wer dort schreibt und wie man dort schreibt und warum die Frauen in Hildesheim noch immer vor allem Buletten machen hat Stefan Mesch hier aufgeschrieben. Hildesheim. Eine fremdere Welt kann ich mir kaum vorstellen. (Via Kaltmamsell)

Eine fremde Welt ist auch eine Welt in der Eltern und auch Nicht-Eltern auf Wurzelsäfte schwören und Impfungen bekämpfen wie die  formidable Kaltmamsell es beschreibt. Eine Welt in der Ärzte natürlich gewissenlose Gauner sind und die nette Frau mit den schönen, natürlichen Ölen Heilung verspricht anstatt medizinisch fundierter Behandlung.

Was für ein langer Weg und grässlicher Weg so eine Behandlung, ist ist hier so plastisch wie drastisch geschildert. Thomas Buddenbrook der über einem faulen Zahn verstarb, hat hier eine wahrlich kundige Nachfolgerin gefunden.

Interessanter als die parteipolitischen Strategien hinter der Wahl von Ram Nath Kovind ist die Geschichte von Laxmiben Maheria, die sich für die Rechte und den Zugang von Frauen aus den vielen Dalit-Kasten einsetzt . Unerschrocken und ohne Ambitionen auf Wählerstimmen in den Kongresswahlen 2019.

There is no such thing as a free lunch. Schon gar nicht bei Mietwagen.

Die Notaufnahmeschwester über das Warten.

Der Tierarzt wäre natürlich nicht der Tierarzt hätte er nicht Mädchenmusik für mich dagelassen.

Woanders ist es auch schön.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber Klein-Bloggersdorf ist wie ausgestorben, keine Hochzeiten, keine Erbtanten, die überraschend zu Besuch kommen, nicht einmal ein heimlicher Geliebter steigt über den Gartenzaun und noch die anhänglichste Schwiegermutter ist zur Kur in Bad Salzuflen. Klein-Bloggersdorf ist menschenleer und nur der Tierarzt und ich sitzen unter der Linde und drehen Däumchen. Dann aber reißt Kälbchen aus und wir müssen rennen. Dann aber sitzen wir seufzend und nicht wenig seufzend wieder im Schatten, denn es ist nicht zu ändern. Ganz Klein-Bloggersdorf ist verreist.

Liisa wandert durch eine unverschämt schöne Idylle und ich habe Kuchenhallzuinationen. ( Nicht sehr angenehm so etwas. )

Familie Brüllen macht sich auf nach Norden und zwar ganz und gar elektrisch angetrieben. Der Tierarzt jedenfalls sitzt vor den Bildern und murmelt etwas von: „Kälbchen würde eine Luftveränderung“ auch einmal ganz gut tun. Kälbchen blökt zustimmend.

Die verehrungswürdige Madame Modeste reist  mit Tucholsky durch Japan.
Ziemlich neidisch sieht man hier hinterher und hält die Daumen bis endlich auch Kitsune wahr und wahrhaftig die Reisenden begleiten.

Andere Klein-Bloggersdorfer sind noch in den Vorbereitungen, auch wenn ich hoffe, dass der Wantenschneider nicht zum Einsatz kommen muss. Etwas empört schnaubt jedoch Kälbchen: Irland ist auf den Seekarten nämlich nicht zu erspähen.

Manche Reisen führen dann auch gleich direkt in die Vergangenheit.

Und selbst Herr Buddenbohm, der Bürgermeister von ganz Bloggersdorf ist in seinem Garten verschwunden.

„Wenigstens ein Lied für die Daheimgebliebenen Tierarzt?“ „Sogar eins mit Spinnenweben Mädchen-“

Da sitzen wir nun einsam unter der Linde. Sie sehen in Klein-Bloggersdorf ist niemand da.

Woanders ist es auch schön.

Frau Kelef ist eine würdige Nachfahrin von Thomas Bernhard und Österreich jedenfalls hat jetzt ein neues Tierschutzgesetz  und ich bin mir sicher bald ist im Burgtheater Premiere. Nur für Wauzi und Mauzi sieht die Zukunft finster aus.

Kiki macht sich Gedanken über die Sache mit dem Du und dem Sie und erklärt die Sache mit dem Hamburger Du . Ich sieze ja sehr gerne, auch sehr lange und auch Menschen, die ich sehr mag. Hier aber gilt, wie Sie mögen. Nur stumm die Lippen aufeinander pressen und grimmig Schweigen, das sähe ich nicht gern.

Jedem wünsche ich einen Bär wie Salut.

Im Berliner Gropius-Bau gibt es das Originalmanuskript „Der Prozess“ von Franz Kafka zu sehen. Die Geschichte dieses Manuskriptes erzählt immer wieder die Geschichte des 20, Jahrhunderts und das es dieses Manuskript noch gibt, ist auch ein Wunder .

Wenn Frau Casino erzählt, geht man sogar gern mit zum Friseur und ins Nagelstudio. Ich gehe nämlich überhaupt nicht gern zum Friseur, denn mir sind die Hände der Friseure immer unangenehm und von den vielen Gerüchen wird mir immer speiübel. So friste ich mein Dasein als zotteliges Shetlandpony.

Manchmal schreibt das Leben unglaubliche Geschichten und manchmal sind sie unglaublich schön.

Diese Woche war musikalisch gesehen, recht sparsam, denn im Moment arbeiten der Tierarzt ich wie die Wasserbüffel. Aber der Tierarzt wäre nicht der Tierarzt, hüpfte er nicht singend vom Bad die Treppe hinunter und bei Wyvern Lingo und „I love you Sadie“ singe sogar ich mit.

Woanders ist es auch schön.

Frau Brüllen erzählt von ihrer Suche nach der perfekten Radtransporttasche und dann ist da noch die Sache mit dem mit  dem Melkfett. Was für ein grandioser, wunderschöner Text.

Bekanntlich komme ich aus einer Familie von überzeugten Heißessern und meine Großmutter sah Gäste äußerst streng an pusteten sie Essen kalt und murmelte finster etwas von „Verderben die gute Hühnersuppe und am Ende sich selbst.“ Aber auch Menschen, die Suppen nicht kochend heiß schlürfen haben es nicht leicht. Denn auch die richtige Suppenkühlungstaktik ist nicht unumstritten.

Claudine kauft eine Decke mit Elefanten an einem italienischen Strand und dann ist da auch die Scham ganz plötzlich und unverhofft.

Es überrascht nicht, aber ich habe keine Ahnung von Fußball, mir könnte Fußball egaler nicht sein, ich kenne keine einzige Mannschaft und habe noch nie ein Spiel gesehen und ob eine Mannschaft nun 11, 12 oder 14 Spieler hat, fragen Sie mich nicht. Aber Katrin Scheibs Versuche in Sotschi eine Karte für das Spiel Deutschland-Kamerun zu kaufen, habe ich sehr gern gelesen.

Herr Buddenbohm liest Uwe Johnson und macht sich dabei Gedanken. Das ist immer gut und gut zu lesen ist es auch. Überhaupt Uwe Johnson, ich habe mich in Gesine Cresspahl einmal sehr verliebt.

Ich finde das ein so großartiges Projekt und nicht nur weil Sommer ist, finde ich, dass sich eine Reise nach Maulle au Mer nur lohnen kann.

Tierarzt, wir brauchen nur Musik! „Sofort Mädchen, sofort Mädchen“, ruft der Tierarzt und eilt zum Plattenspieler. Aislinn Logan singt und spielt Gitarre und alle Schafe wippen im Takt. There you go.

 

 

Woanders ist es auch schön.

Die Notaufnahmeschwester macht eine eine Pause.

Die Kaltmamsell spricht über das Bloggen und das Leben an sich.

Madame Modeste rechnet einmal nach.

Philea findet ein Stück Gallimard im Wagenbach Verlag

Zwar leben in unserem Haushalt eine faule Katze, ein überschwänglicher Hund, ein Kälbchen in den Flegeljahren, eine Möwenbande auf dem Dach, aber Eulen, verschwiegene, kluge und verwunschene Eulen sitzen leider nicht in den Kastanien und auch nicht im Glockenturm von St. Sylvester.

Rokia Traoré singt auf Bembara und Französisch und sie singt über Mali und die Welt, über die Schmerzen Afrikas und das Glück. Immer wieder erzählt sie die Geschichten, die in den Nachrichten nicht vorkommen und auch in den Nachrichten kommt Afrika oft nur vor, wenn ein neuer Krieg beginnt oder ein alter Krieg aufbricht oder die Toten des Hungers gezählt werden. Hier ist Africa beautiful .