Herr Müller kommt nicht mehr zurück.

In der kleinen Stadt in der meine Großmutter und auch mein Großvater lebten gab es nicht nur den alten Kirchturm und das Rathaus mit dem Renaissance-Giebel, die Poliklinik und die Praxis meiner Großmutter am anderen Ende des Marktplatzes gelegen, ein Gymnasium und altes Kopfsteinpflaster, sondern auch Außenseiter. Meine Großeltern zählten zu ihnen, sie waren die Juden des Ortes, das sagte man aber nicht laut, sondern hinter vorgehaltener Hand und noch heute, gehe ich über den Marktplatz sprechen mich manchmal Einwohner der kleinen Stadt an: „Sie sind doch die Enkeltochter der Frau Judendoktor, nicht wahr? Manchmal riefen die viele Kinder der kleinen Stadt: „Brennt der Jude/ rappelts in der Bude.“ Aber meine Großmutter verzog nur die Lippen zu einem Lächeln, von dem man niemals wusste, ob es spöttisch oder traurig war und ging weiter. So war das in Deutschland und auch in jenem Deutschland, das für sich befand antifaschistischer Schutzwall zu sein. Mein Großvater leitete den Chor und die deutschen Frauen, die dort aus dem Gotteslob sangen, verliebten sich in den schmalen Mann mit den traurigen Augen. „Der Jude hat etwas“ sagten die Frauen und mein Großvater der niemals lächelte, sah den Frauen nicht hinterher.

Im Kirchenchor sang auch Richard Müller. Er war der einzige Mann, Lehrer für Musik am örtlichen Gymnasium und schwul. Das wussten alle Menschen in der kleinen Stadt und sie ließen Richard Müller wissen, dass sie es wussten, denn wenn auch alle Menschen, sahen sie Richard Müller, ganz besonders überdeutlich sagten: „Guten Tag, Herr Müller“, so nannten sie ihn, kaum wandte er sich ab  niemals anders als „Sweety Müller“. Die Mütter, die im Kirchenchor Richard Müllers voluminösen Bariton lobten, verwarnten ihre Kinder niemals, aber wirklich niemals auch nur das leiseste Wort mit Sweety Müller zu wechseln. Denn Sweety Müller täte in seiner Wohnung über dem Konsum Dinge, die so schrecklich wären, dass sie am Besten gar nicht ausgesprochen würden. Sweety Müller täte mit kleinen Buben noch viel schlimmere Dinge als die Juden, die ja auch Kinder fräßen. ( Aber das durfte man nicht mehr laut sagen.)

Im Gymnasium der kleinen Stadt hatte Richard Müller Disziplinprobleme. Denn die Mädchen kicherten sobald Richard Müller das Wort Flöte in den Mund nahm hemmungslos und die Buben schrien „Sweety, sweety Müller“, wenn immer der Lehrer sich ihnen näherte, warfen die Notenblätter aus dem Fenster und wann immer Herr Müller das Klassenzimmer betrat, war eine Schmiererei an der Tafel angebracht, die zwei kopulierende Strichmännchen zeigte: Sweet stand unter der Zeichnung. Immer wieder beschwerten sich Mütter und Väter über den Musiklehrer und fürchteten um die Unversehrtheit ihrer Söhne.
Eines Tages aber wurde Richard Müller in Begleitung eines Mannes auf dem Marktplatz mit seinem hohen Kirchturm gesehen. Die vielen Kinder des Ortes riefen: „Küssen, Küssen“ und am Ende des Tages klingelte Richard Müller bei meiner Großmutter. Er blutete aus der Stirn und meine Großmutter ging mit ihm hinüber in die Praxis und nähte die Platzwunde und klammerte die geplatzte Augenbraue. „Herr Müller, sagte meine Großmutter, kann ich etwas für sie tun?“ Herr Müller schüttelte den Kopf. „Er sei nur unglücklich gefallen.“ „Jetzt müsse er auch los, denn sein Bruder sei zu Besuch.“ Aber meine Großmutter wie alle Bürger der kleinen Stadt wussten, dass die Männer des Ortes, Richard Müller „eine verpasst hätten“, damit er nicht noch mehr solche „warmen Brüder“ hier anschleppte. Im Kirchenchor waren die Frauen sehr besorgt um Richard Müller mit der schönen Baritonstimme. So vergingen die Jahre und Richard Müller blieb Sweety Müller. Eines Tages als Richard Müller die Tür zum Klassenzimmer öffnete, hatte sich die Buben die Münder rot geschminkt und spitzten die Münder zum Kuss: „Sweety, sweety Müller, küss mich doch, wenn du dich traust.“ Richard Müller verließ schweigend das Klassenzimmer.
Wieder klingelte Richard Müller bei meiner Großmutter und saß in ihrem Sprechzimmer, hinter dem Schreibtisch meiner Großmutter hing das Bild von Magnus Hirschfeld, den der Direktor der Poliklinik für einen Klassenfeind hielt und wahrscheinlich war Richard Müller der einzige, der Magnus Hirschfeld als den erkannte der er war, einen brillanten Arzt und Vorkämpfer für die Rechte sexueller Selbstbestimmung und der Entkriminalisierung von Homosexualität. „Ich brauche ein Rezept“, sagte Richard Müller zu meiner Großmutter.

„Was brauchen Sie für ein Rezept Herr Müller?, fragte meine Großmutter.

Ich brauche ein Rezept gegen diese Krankheit“, sagte Herr Müller und zeigte zwischen seine Beine.

Meine Großmutter von der ich doch alle Worte habe und die niemals auch nur um ein einziges Wort verlegen war, sah Richard Müller schweigend an. Dann sagte sie all die Dinge die man so sagt: Dass er völlig in Ordnung sei, so wie er sei, dass Homosexualität doch, aber Richard Müller wollte ein Rezept gegen ein Leben, das ihm nicht aufhörte wehzutun, ein Rezept gegen die johlenden Kinder, gegen das „Einen wunderschönen, schönen guten Morgen Herr Müller, gegen die grinsenden Männer mit der Faust in der Tasche. Meine Großmutter hatte kein Rezept, sie suchte ja selber vergeblich gegen ein Rezept für die Schmerzen von Auschwitz. Lange saßen sie da, meine Großmutter und Richard Müller und der schweigende Magnus Hirschfeld an der Wand schwieg mit ihnen. Dann ging Richard Müller: „Danke Frau Doktor.“

Zwei Wochen später fand eine Nachbarin Richard Müller auf dem Wäscheboden.

Richard Müller hatte sich erhängt.

Kreischend stand sie auf dem Marktplatz: „Sweety Müller ist tot.“

Die Frauen heulten, die Männer sagten sie hätten es ja gewusst, dass es kein gutes Ende nehmen würde mit Einem wie diesen. Die Kinder johlten und wollten die Leiche des „warmen Bruders“ sehen.

Zur Beerdigung Richard Müllers kamen allein sein Bruder und meine Großeltern. Noch heute aber und längst gibt es schwule Paare in der kleinen Stadt, raunen die Bürger, wann immer ihnen jemand merkwürdig erscheint: „Ganz wie Sweety Müller.“

 
Heute am 30. Juni 2017 hat der Bundestag die „Ehe für Alle.“ beschlossen und auch wenn es keine späte Gerechtigkeit mehr für Richard Müller gibt, so gibt es doch ein Unrecht weniger.

68 Gedanken zu “Herr Müller kommt nicht mehr zurück.

  1. Eine Schande, wie Deutschland hinterherhinkt. Aber immerhin nun doch endlich. Irgendwann wird das ja auch peinlich so mitten in Europa

    • Hmm… meines Wissens ist das Thema in weiten Teilen Osteuropas noch wortwörtlich lebensgefährlich.

      Damit will ich nicht ausdrücken, daß diese Gesetzesänderung natürlich längst überfällig gewesen ist. Aber so zu tun, als würde Deutschland in diesem Fall ganz Europa hinterher hinken, ist so (leider) einfach nicht richtig.

      • …das ist vollkommen richtig, aber siehe: Mitten! Es ist ja ach so viel fortschrittlicher als Osteuropa ^^

      • Vergessen Sie bitte nicht, dass Teile Osteuropas, z.B. Polen und Ungarn, von stark rechtsgeprägten Regierungen beeinflusst sind. Solange das der Fall ist, wird sich da nichts tun bezüglich einer Ehe für Homosexuelle.

  2. Leider ändert das Gestz nichts, oder nur sehr wenig, an den Vorurteilen vieler Menschen in diesem Land. Mein Bruder ist ausgewandert auf eine Insel mit einer großen homosexuellen Community. Zwar hatte er hier in Berlin eher selten Probleme, aber dort fühlt er sich einfach wohler. Und sicherer!

    • Ach, das tut mir sehr leid, dass Ihr Bruder auswandern musste, weil er sich nicht sicher fühlte. Ich hoffe trotzdem, dass dieses Gesetz den Rücken stärkt. Gleichberechtigung statt Toleriertheit.

      • In Deutschland haben sich polizeibekannte Gewalttaten gegen Homosexuelle im Zeitraum von 2005 bis 2016 vervierfacht. Ich lese gerade die Kolumne von Harald Martenstein „Beschweigen hilft nicht“. Am Ende schreibt er:: Du darfst als Homosexueller jetzt heiraten, das war überfällig. Aber der Alltag wird immer gefährlicher.

      • Elvira, genau das ist der Punkt.Viele meinen ja, dass wir jetzt alles erreicht haben und jetzt soll es mal gut sein und wir sollen endlich den Mund halten. OK, wir sind von der 2. in die 1. Klasse aufgestiegen. Aber damit ist es nicht getan, wir werden weiter mit Inakzeptanz und Intoleranz konfrontiert werden. In der Öffentlichkeit Händchenhalten und kleine Zärtlichkeiten austauschen? Ja, aber nicht überall und nicht nachts auf dem Nachauseweg. Im nächsten Hauseingang oder hinter der nächsten Ecke kann das Böse auf uns lauern.
        Es wird noch mindestens eine Generation dauern, bis wir Schwule als normale Menschen der Gesellschaft gesehen werden, vermutlich wird das nie passieren.

  3. Was Menschen einander antun können……

    Ein Unrecht weniger, ja endlich, und deshalb bin ich heute begeistert. Vor allem von einer Bevölkerung die zu 82 % hinter dieser Entscheidung steht. Von einem Parlament, das mit großer Mehrheit Gleichberechtigung und Ende von Diskriminierung herstellen will. Und der Rest, naja – wir leben nicht in einer Traumwelt.
    @ Hans-Georg, ich stimme ich Ihnen voll und ganz zu

    • Wunderbar. Gestern war wirklich ein guter Tag und dass es eine große Mehrheit gibt, die ein Unrecht nicht mehr schulterzuckend hinnimmt stimmt hoffnungsvoll.

  4. Auch wenn die Kath. Kirche die heutige Entscheidung kritisiert, so gehe ich davon aus,
    dass Ihr Nachbar „der Priester“ sich darüber freut.

    • In Irland ist das ja seit wenigen Jahren eh kein Thema mehr. Hatte ich seinerzeit gewundert, dass die „Ehe für Alle“ im katholischen Irland genehmigt worden war.

      • Richtig, „Ehe für alle“ wurde in Irland durch einen Volksentscheid auf den Weg gebracht, was den
        Vatikan gar nicht freute, der „das“irische Ja zur Ehe für homosexuelle Paar als Niederlage für die Menschheit bezeichnete.“

      • Der Vatikan glaube ich unterschätzt wie sehr Menschen Unrecht verabscheuen und die Kampagne hatte in Irland mit Rory O‘ Neill / Panti Bliss ein unglaublich beliebtes Gesicht

      • Ich kann in Irland nicht wählen, aber natürlich der Tierarzt und in der Phase des Referendums kamen viele LGTB Aktivisten, klingelten und warben für Yes und ich muss sagen, ich habe mich geschämt, dass Menschen für das selbstverständliche Recht ihre Liebe als Ehe zu leben, von Tür zu Tür gehen müssen und um ‚ Erlaubnis‘ bitten. Aber es ist natürlich wunderbar, dass die Mehrheit so groß war- beide der Tierarzt und der Priester haben mit ja gestimmt.,,

      • Ein Glück, Georg, dass es Irland immer noch gibt, und ich hoffe natürlich, dass es auch dann noch existiert, wenn der Vatikan einmal das Zeitliche gesegnet haben sollte. 🙂

      • In Irland war die Entscheidung für die Gleichstellung der Ehe auch ein großes Votum gegen die Kirche, die sich ja hier durch den manifesten Missbrauch von Kindern als moralische Instanz disqualifiziert hat. Den Iren ist eine ganz eigene Menschlichkeit eigen zum Glück.

  5. Ihre Texte treiben mir immer die Tränen in die Augen – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Vermutlich aber vor allem wegen Ihrer wundervollen Begabung für Worte und den Blick für die vermeintlich kleinen Dinge und Leute. Ich schätze Ihre Stimme sehr!

  6. Wieder ein zu Herzen gehender Text. Gerade heute! Wie vielen mag es so gegangen sein wie Richard Müller. Ihr Blick auf die Menschen und ihre Geschichten zeigt so viel Aufmerksamkeit gerade für das Wesentliche, das oft unter der Oberfläche verborgen ist. Auch heute ein grosses Danke!

  7. ‚Ehe für alle‘ schön und gut und richtig.
    Aber damit ändert sich ja an der bisherigen verdammten Alltagsdiskriminierung nichts.

    • Das ist natürlich richtig. Aber ich hoffe, dass ein Gesetz wie dieses doch den Betroffenen den Rücken stärkt, weil es klar stellt, das s Homosexualität eine gleich berechtigte Lebensform ist.

  8. Manche Dinge werden sich leider nie ändern. Die Vorurteile die manche Menschen haben ohne zu wissen sind furchtbar, schmerzvoll und grausam. Traurig das es das bis heute gibt.

    • Nein, nicht alles aber vieles ändert sich und weil die Vorurteile so stark und so hässlich sind, muss man Geschichten wie die von Richard Müller erzählen.

  9. Mein Herr Müller war 14 Jahre alt, mein bester Freund, und sprang vor einen Zug weil er höllische Angst davor hatte das seine Eltern herausbekämen das er schwul ist. Ich glaube mich hat nichts mehr geprägt in meinem Leben als dieser 01.07.1983. Ich war 13 Jahre alt und habe mich seitdem nie wieder darum gekümmert was andere Menschen über mich denken, mit allen Konsequenzen.

    Danke für Ihren Text. Er erinnert mich daran das meine Müdigkeit eine Ursache hat.

    • Auch wenn dieser traurige Vorfall schon lange her ist – mit der Einführung des gestern beschlossenen Gesetzes ist es noch lange nicht getan. Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, uns Schwule zu akzeptieren und zu tolerieren.

      • Traurig, aber wahr, Hans-Georg: „Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten……“

        Gruselig, was hier der Buchautor und Journalist Jürgen Liminski unter der Überschrift:
        „Selbstmord der Zivilisation“ publiziert: http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2017/07/01/artikel/selbstmord-der-zivilisation.html
        Zitiere eine von vielen grausamen, wie dümmlichen Aussagen:
        „Kurzum, es geht bei diesem Thema um eine winzige Minderheit, um eine gesellschaftliche Randerscheinung. Sie sind die Eskimos der Kanzlerin. Mit dem Unterschied zu den Polarmenschen, daß die allermeisten gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gar keine Kinder wollen. Das ist bei normalen Ehen naturgemäß anders.“

        Und das alles mit dem Mäntelchen einer vermeintlichen Wissenschaftlichkeit geschmückt.

      • Danke für den Link. Es würde den Rahmen des Blogs des sehr geschätzten Fräulein Read On sprengen, da näher drauf einzugehen, und ich möchte das auch gar nicht, mein Blutdruck wäre in Gefahr. Nur so viel sei gesagt: Der Name des sogenannten Instituts und die Grafik im Header sagen genug darüber aus, wes Geistes Kind der Herausgeber ist. Und das Institut ist auch noch steuerbefreit und Spenden wären steuermindernd (e.V.)!
        Es gab mal eine Seite, die nannte sich kreuz.net, ich weiss nicht ob es sie noch gibt. Wenn nicht, könnte dieser merkwürdige Verein ein Nachfolger davon sein.

      • Nein, das ist kein kreuz.net-Nachfolger, sondern gefährlicher, weil einflußreicher und bestens vernetzt.

        Der Herr Liminski gehört Opus Dei an und verteidigt die Haltung von Papst Pius dem Soundsovielten zur Verfolgung und Vernichtung der Juden im 3. Reich gegen jede Kritik. Liminski veröffentlicht regelmäßig in der Jungen Freiheit und war bis zur Pensionierung beim Deutschlandfunk tätig. Er unterhält enge Verbindungen zu den Reaktionären in der CDU/CSU und zum rechtsradikalen Thinktank in Schnellroda. Er hält nicht nur die Ehe für alle für den Untergang des Abendlandes, sondern auch außerhalb des Haushalts, sprich gegen Bezahlung arbeitende Frauen und Kinder in Kitas.

        Der Mann ist Bindeglied zwischen erzkonservativem Bürgertum und politischem/religiösem Extremismus. Mit „Überzeugungsarbeit“ sollte man sich bei dem nicht aufhalten, sondern seine bräunlichen Vernetzungen offenlegen und seinen Einfluß eindämmen.

      • Vielen Dank für die Aufklärung! Das scheint ein ganz besonders schauerlicher Verein zu sein. Schrecklich. Man fasst das immer nicht und auch der Kommentar in der FAZ war ja zum Schütteln.

      • Besonders perfide, dass dieses Institut (und nicht nur dieses) mit dem Kindeswohl gegen eine Vielfalt von Lebensformen und sexuelle Selbstbestimmung argumentiert.

      • @dame von welt: „… seinen Einfluss eindämmen“?
        Mir ist der besagte Herr nicht bekannt, aber wenn er tatsächlich diese hanebüchenen Ansichten hat, warum sehen Sie dann nicht einfach entspannt zu, wie er sich damit öffentlich desavouiert? Das ist doch das Schöne an der Meinungsfreiheit, dass sie es jedem und jeder erlaubt, sich in aller Öffentlichkeit zum Idioten zu machen.

    • Alle diese zerbrochenen Leben. Solch ein erster Juli lässt sich nie wieder vergessen und gut, dass Sie da sind und gut, dass Sie sie so sind wie sie sind.

  10. Traurige Geschichte, das mit dem Herrn Müller. Erinnert mich an meinen schwulen Musiklehrer (West-Berlin, 80er Jahre), der allerdings im Unterschied zu Herrn Müller recht beliebt war. Leider ist er Mitte der 80er an Aids gestorben.

    Dass Ausweitung der Zivilehe auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften Unrecht beseitigt kann man so sehen, allerdings hätte man die rechtliche Gleichstellung einfacher, schneller und weniger kontrovers über eine Anpassung des Lebenspartnerschaftsgesetzes erreichen können. Dass dieser Weg nicht eingeschlagen wurde, ist ein Hinweis darauf, dass es im Kern um etwas anderes ging: Akzeptanz.

    Das Problem mit Akzeptanz ist aber, dass man Menschen nicht zwingen kann, Andere zu akzeptieren – wenngleich es angesichts der tragischen Geschichte des Herrn Müller als wünschenswert erscheinen würde. Man kann Menschen höchstens dazu zwingen, so zu tun, als ob sie Andere akzeptieren. Psychisch gesunde Menschen reagieren auf eine solche Art von Zwang mit Ablehnung. Das ist der Grund für die Hunderttausende, die in Frankreich oder Spanien gegen die Ausweitung der Ehe auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften auf die Straße gegangen sind. Dass wir es in Deutschland (bis gestern) geschafft haben, über das Lebenspartnerschaftsgesetz eine weitgehende rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften umzusetzen, ohne dass es zu offenen Rissen in der Gesellschaft kam (wie in Frankreich oder aus ähnlichen Gründen gerade in den USA), ist ein Zeichen für die Reife unseres auf Ausgleich bedachten politischen Systems. Dass dieser Kompromiss im wahltaktischen Geschacher im Hau-Ruck-Verfahren über den Haufen geworfen wurde, ist kein Grund zur Freude.

    • Furchtbar, all diese Geschichten. Ach, Akzeptanz wenn man darauf warten würde, hätte das Warten niemals ein Ende. Es gibt so viele Gründe, warum Sie und ich und wir alle in irgendeinem Kontext nicht akzeptiert sind und dennoch haben wir alle doch einen Anspruch auch zu unserem Recht zu kommen. Ein sehr, sehr überspitztes Beispiel: Nur weil es Einbrecher gibt, kann man doch nicht sagen, Eigentum zu schützen macht rechtlich keinen Sinn. Noch dazu ist Homosexualität auch in Deutschland ja für sehr lange Zeit strafrechtlich beanstandet worden und darauf mit einem Gesetz zu reagieren, dass Homosexualität als Lebensform, zu der auch die Ehe zählt, zu verankern finde ich sehr gut.

      • Sie haben völlig recht, vom Warten allein ändert sich nichts, sondern nur vom Tun. Fragt sich nur: Was tun? Wer den Einsatz für die eigenen Interessen als Kampf um (Menschen)Rechte definiert, steht zumindest moralisch schon mal auf der richtigen Seite – denn wie kann jemand, der gegen Menschenrechte ist, etwas anderes sein als ein Menschenfeind?! Dabei gerät zumeist in Vergessenheit, dass des Einen Recht immer jedes Anderen Verpflichtung ist. Und Menschen, die meinen, der Weg zu einer besseren Welt führe darüber, dass alle außer ihnen selbst etwas tun – und zufällig wüssten sie gerade auch genau, was es ist, das alle anderen zu tun haben (z.B. ihre Einstellung, ihr Verhalten, ihre Meinung ändern), deren gute Absichten sind meiner Meinung nach keine zwei Cents wert. Es mag unzeitgemäß erscheinen, aber ich bin der Meinung, wer die Welt besser machen will, sollte sich zuerst fragen, was er selbst konkret dafür tun kann, bevor er nachdenkt, was andere tun sollten. Und auch wer gerade nicht in der Lage ist, eine Klinik in einem Slum in Indien zu eröffnen, wird in seinem privaten Umfeld mehr als genug Möglichkeiten für konkrete Verbesserungen der Welt finden.

  11. „Dass Ausweitung der Zivilehe auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften Unrecht beseitigt kann man so sehen, allerdings hätte man die rechtliche Gleichstellung einfacher, schneller und weniger kontrovers über eine Anpassung des Lebenspartnerschaftsgesetzes erreichen können.“

    Noch viel einfacher: Artikel 3+.

    Es ist beschämend, daß Homosexuelle genötigt wurden, gegen jede ihrer Diskriminierungen einzeln und durch alle Instanzen klagen zu müssen, bis jeweils das Bundesverfassungsgericht die Politik zu Nachbesserungen des Lebenspartnerschaftsgesetzes zwang. Und heute ist es eine Schande, daß das den Intersexen und Transgender noch bevorsteht.

    „Psychisch gesunde Menschen“ schnüffeln nicht im Schritt ihnen nicht näher bekannter Menschen, denn „psychisch gesunde Menschen“ sind zu Toleranz imstande. „Psychisch gesunde Menschen“ führen auch keine öffentlichen Stellvertreterkriege zum Erhalt ihrer bedroht geglaubten Werte auf dem Rücken und auf Kosten der hundsgewöhnlichen Menschenrechte anderer Menschen. Akzeptanz ist in der Tat wünschenswert und Toleranz nur eine Etappe, aber andere Menschen zu tolerieren, sprich: zu erdulden, ist das mindeste, was von Bürgern in einer Demokratie zu erwarten ist.

    Ein bißchen lustig ist aber, daß Sie nach 27 Jahren der öffentlichen Diskussion über die Ehe auch für Homosexuelle von „Hau-Ruck-Verfahren“ sprechen.

    • Sehr geehrte Dame von Welt,
      nein, es ist keine Schande, dass Homosexuelle mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichtes die Politik zu Nachbesserungen des Lebenspartnerschaftsgesetzes verpflichten konnten, sondern ein Zeichen dafür, dass unser politisches System flexibel genug ist, auch Partilularonteressen von Minderheiten

      • Partikularinteressen von Minderheiten wahrzunehmen.

        Ich stimme mit Ihnen überein, dass Akzeptanz sexueller Minderheiten wünschenswert ist.

      • Ich halte das für eine Schande. Weil währenddessen das Leid von x Sweety Müllers billigend in Kauf genommen wurde und weil die heterosexuelle Mehrheit es nicht für nötig hält, sich für die Menschenrechte anderer zu engagieren. Menschenrechte sind niemals „Partikularinteressen von Minderheiten“. Menschenrechte haben 3 Eigenschaften: sie sind unveräußerlich, universal gültig und unteilbar. Mit anderen Worten: sie gelten für jede/n immer und überall in ihrer Gesamtheit.

        Ich finde Ihren Kommentar schlimm. Inbesondere Ihre Ausführungen über „psychisch gesunde Menschen“ und über deren – Ihrer Ansicht nach – folgerichtige und gesunde Reaktion der Menschenrechtsverletzung und des Minderheitenhasses. Die katholisch-politischen Reaktionäre in Spanien und Frankreich sind übrigens genau das: eine Minderheit.

      • Sehr geehrte dame von welt,
        vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Offensichtlich haben Sie meinen ursprünglichen Kommentar so verstanden, dass ich Menschenrechtsverletzungen und Minderheitenhass für psychisch gesunde Reaktionen halte. So war mein Kommentar nicht gemeint. Ich versuche es nochmal mit anderen Worten: Wenn jemand von Ihnen verlangt, etwas zu akzeptieren, was Ihren Überzeugungen zuwider läuft – z.B. dass Homosexualität abzulehnen ist weil irgendwo in der Bibel steht, dass es eine Sünde sei, werden Sie darauf mit Ablehnung reagieren – und das ist eine völlig normale Reaktion. Hingegen ist es – wie Sie völlig richtig bemerkt haben – von Ihnen als Bürgerin in einer Demokratie zu erwarten, dass Sie diese Meinung tolerieren. Sie schreiben, das sei das Mindeste. Ich bin der Meinung, mehr zu verlangen wäre Ausdruck einer totalitären Gesinnung.

      • @Stephan, Sie glauben:
        „Wenn jemand von Ihnen verlangt, etwas zu akzeptieren, was Ihren Überzeugungen zuwider läuft – z.B. dass Homosexualität abzulehnen ist weil irgendwo in der Bibel steht, dass es eine Sünde sei, werden Sie darauf mit Ablehnung reagieren – und das ist eine völlig normale Reaktion.“

        Das wäre nur dann eine „völlig normale Reaktion“, wenn ich leiderleider die Kernbotschaft des Christentums nicht erfasst hätte: Liebe.

        Über das Lesen der Bibel und jedes anderen als heilig betrachteten Text gibt es einen klugen Satz: °Entweder man nimmt die Bibel wörtlich oder man nimmt sie ernst°

        Dieser Satz fasst das Credo der Aufklärung zusammen, nämlich den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Der Beginn der Aufklärung liegt mehr als zwei Jahrhunderte zurück und sie ist alles andere als abgeschlossen. Denn aus der Unmüngigkeit der Verbrämung der eigenen Ressentiments mit z.B. aus dem Kontext gerissenen Bibelsätzen muß sich schon jeder selbst befreien.

        Toleranz aka Duldung als vermeintliche Endstation gegenüber untrennbar zum Menschsein gehörenden sexuellen Identitäten ist eine Herabwürdigung, sie garantiert gerade mal körperliche Unversehrtheit. Deswegen halte ich die Verankerung der sexuellen Identität im Diskrimierungsverbot in Artikel 3 für wünschenswert. Und Toleranz nur für das Allermindeste und nicht für einen Dauerzustand.

        Sie halten meine Überzeugung für eine „totalitäre Gesinnung“. Auch das spricht eine eigene Sprache, ebenso wie Ihre Ausführungen über „psychisch gesunde Menschen“.
        Ich toleriere Ihre Überzeugung, halte sie aber für unmündig und für menschenverachtend.

      • @dame.von.welt: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich entnehme ihm, dass Ihnen nicht gefällt, was ich geschrieben habe. Dazu haben Sie jedes Recht.

        Gegen die Aufnahme der Kategorie „sexuelle Identität“ in Artikel 3 GG hätte ich keine prinzipiellen Einwände. Allerdings scheint mir Ihre Idee, dass damit Diskriminierung z.B. von Homosexuellen durch andere Privatpersonen verhindert werden könne, auf einem Missverständnis zu beruhen. Die im Grundgesetz verankerten Rechte sind Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat. Das Diskriminierungsverbot in Art. 3 GG bezieht sich also nur auf staatliches Handeln. Wenn Sie z,B, als Privatperson entscheiden, Ihr Auto nicht an einen Nazi verkaufen zu wollen, verstoßen Sie damit nicht gegen Art. 3 GG (Verbot von Benachteiligung aufgrund politischer Anschauung), weil sich das Verbot eben nicht auf Privatpersonen bezieht. Das dies so ist, ist kein Zufall, sondern Ausdruck der freiheitlichen Ausrichtung des Grundgesetzes. Und, ja, die Idee, Menschen vorzuschreiben, welche Ansichten sie zu welchem Thema auch immer haben müssen, ist inhärent .

      • … ist inhärent &lt hier bitte ein Wort einfügen, dass das Gegenteil von freiheitlich bezeichnet &gt.

      • @Stephan, Sie meinen:
        Gegen die Aufnahme der Kategorie „sexuelle Identität“ in Artikel 3 GG hätte ich keine prinzipiellen Einwände. Allerdings scheint mir Ihre Idee, dass damit Diskriminierung z.B. von Homosexuellen durch andere Privatpersonen verhindert werden könne, auf einem Missverständnis zu beruhen. Die im Grundgesetz verankerten Rechte sind Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat.

        Na, da können die sexuellen Identitäten aber froh sein, knicksen und brav danke sagen, daß Sie keine prinzipiellen Einwände haben^^

        Die im Grundgesetz verankerten Rechte sind auch ein Wertekanon für das Tun und Lassen jeden Bürgers, nicht nur bürgerliche Abwehrrechte gegen den Staat. Falls es Sie interessieren sollte, suche ich Ihnen die entsprechenden Quellen heraus. Das wird allerdings ein bißchen dauern, ich habe im Moment wenig Zeit.
        Unstrittig ist, daß die Aufnahme der sexuellen Identität in Artikel 3 GG nur der Beginn der bürgerlichen Akzeptanz diverser sexueller Identitäten wäre. Der Staat hätte sich ohne jedes wenn und aber daran zu halten.

        Sie glauben:
        Wenn Sie z,B, als Privatperson entscheiden, Ihr Auto nicht an einen Nazi verkaufen zu wollen, verstoßen Sie damit nicht gegen Art. 3 GG (Verbot von Benachteiligung aufgrund politischer Anschauung), weil sich das Verbot eben nicht auf Privatpersonen bezieht.

        Isch ‚abe gar kein Auto…;-)… Davon abgesehen wäre ein verweigerter Autoverkauf wegen einer mir widerlichen politischen Gesinnung keine Diskriminierung, sondern fiele unter Handelsfreiheit. Es gibt kein Recht, mein Auto zu kaufen. Wem ich es verkaufe, liegt allein in meiner Entscheidung, nicht in der des Nazis. (hübscher Vergleich übrigens, Nazis und Homosexuelle – spricht ebenfalls eine Sprache)

        Sie finden:
        Und, ja, die Idee, Menschen vorzuschreiben, welche Ansichten sie zu welchem Thema auch immer haben müssen, ist inhärent &lt hier bitte ein Wort einfügen, dass das Gegenteil von freiheitlich bezeichnet &gt.

        Sie haben mich absichtsvoll? mißverstanden: mir könnte es kaum egaler sein, ob Sie oder sonstwer Homosexuelle verachtet. Ungehalten werde ich genau dann, wenn Homosexuellenverachtung in Worte und/oder Taten einmündet oder das gerechtfertigt wird, wie Sie das mit Ihren Ausführungen über „psychisch gesunde Menschen“ tun. Ihre oder sonstjemandes Ansichten zu welchem Thema auch immer sind und bleiben ganz Ihre – unabhängig davon, ob ich sie wohlbegründet für unmündig, unaufgeklärt, unlogisch halte. Die Gedanken sind bekanntlich frei.

        Abgesehen von besagten Quellen zum Bürger-Wertekanon Grundrechte (falls gewünscht) würde ich den Wortwechsel damit gern beendet sehen. Er hat nämlich mit dem wundervollen Text von Fräulein Read On kaum noch am Rande zu tun und ich keinen gesteigerten Ehrgeiz, Sie zu überzeugen.

      • @dame von welt: Vielen Dank, dass Sie so engagiert dagegengehalten haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      • @Stephan, Sie glauben:
        Gegen die Aufnahme der Kategorie „sexuelle Identität“ in Artikel 3 GG hätte ich keine prinzipiellen Einwände. Allerdings scheint mir Ihre Idee, dass damit Diskriminierung z.B. von Homosexuellen durch andere Privatpersonen verhindert werden könne, auf einem Missverständnis zu beruhen. Die im Grundgesetz verankerten Rechte sind Abwehrrechte der Bürger gegen den Staat. Das Diskriminierungsverbot in Art. 3 GG bezieht sich also nur auf staatliches Handeln.

        Während ich die Auffassung vertrete, daß die Grundrechte auch auf das Tun und Lassen der Bürger untereinander bindenden Einfluß nehmen – weswegen die Aufnahme der sexuellen Identität in das Diskriminierungsverbot in Artikel 3 GG so sinnvoll wäre.

        Die grundlegende Rechtsprechung dazu stammt von 1958, das Lüth-Urteil:

        Der erste Senat des BVerfG ging zunächst der Frage nach, inwieweit Grundrechte auch Schutzrechte im Verhältnis von Bürger zu Bürger sein können. … Damit war diese Frage der Kern des Verfahrens.

        Das BVerfG betonte hier, dass es das Grundgesetz als ein „Wertesystem“ betrachte, das seinen Mittelpunkt in der sich innerhalb der sozialen Gemeinschaft frei entfaltenden menschlichen Persönlichkeit finde. Als solches müsse es für alle Bereiche des Rechts gelten, welches an Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung Richtlinien und Impulse aussende. Daher beeinflusse es auch das bürgerliche Recht. Einbruchstellen für die darin enthaltene Wertung seien die wertausfüllungsfähigen und -bedürftigen Begriffe und Generalklauseln des Privatrechts, bei dessen Auslegung die „Ausstrahlungswirkung“ der Grundrechte Geltung finden müsse, sogenannte „mittelbare Drittwirkung“. Keine bürgerlich-rechtliche Vorschrift dürfe in Widerspruch zum so verstandenen Wertesystem stehen, jede müsse im Geiste des Grundgesetzes ausgelegt werden. Aus Art. 1 Abs. 3 GG folgt dabei, dass neben der gesetzgebenden und der vollziehenden Gewalt auch die Rechtsprechung an die Grundrechte gebunden ist.

        Ich wünsche Ihnen auch alles Gute!

  12. Anfang des Jahres hatte ich im bayerischen Rundfunk einen Podcast gehört, „Der lange Schatten des Paragraph 175“ – und war erschüttert über diese bleierne, spießig-bigotte Nachkriegszeit, die Menschen bestraft und geächtet hat, nicht, weil sie heiraten, sondern weil sie einfach nur schwul sein wollten. Und wie so oft war ich zugleich heilfroh, nicht mehr in diesen Umständen aufgewachsen zu sein. Auch wenn ich es in unserer heilen kleinen Welt nie mitbekommen hatte, so gab es doch bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern offen homosexuelle, mitunter auch behinderte Mädchen und Jungen; diese Erfahrungen haben meinen Horizont sehr geöffnet.
    Denn wie bei vielen anderen Themen auch kann ich nur hoffen, dass ich als junges Mädchen anders gehandelt hätte als die Kinder Ihres kleinen Städtchens, die Herrn Müller aus Übermut, jugendlicher Dummheit, im Gruppenrausch und sicher im Wissen um das Einverständnis der Erwachsenen so piesackten. Tief drinnen lauert immer die Angst, dass nicht. Schließlich hätte ich ja damals auch nicht die tollen Kinder- und Jugendbücher unserer Bücherei gehabt … umso mehr freut es mich, dass meine Kinder sich dereinst wundern werden, warum es so lange gedauert hat, Homosexualität und Ehe für alle anzuerkennen.

    • Danke für Ihren sehr lesens- und bedenkenswerten Kommentar und wie immer und das gilt für die Diskussion hier insgesamt. Danke für Ihren Versuch den Anderen zu verstehen, danke für den überlegten und bedachten Ton und danke, dass Sie hier auch kontrovers und doch gemeinsam diskutieren. Mich macht das sehr froh.

  13. Sehr sehr sehr traurige ind wichtige Geschichte! Und was noch schlimmer ist, viele Menschen benehmen sich immer noch so und haben immer noch einen so begrenzten Horizont dass es weh tut!!!
    N.b ein grosses Merci sn meine Mutter die mir beim ersten schwulen Paar gesagt hat: “ weisst Du, die sind einfach ein bisschen anders“. Ohne Aufhebens und ich bekam vermittelt dass schwul nix aufregendes ist!

  14. „Endlich, endlich, endlich – Halleluja!“
    Die Geschichte der Ehe sei auch eine des Wandels, sagt die evangelische Theologin Isolde Karle im Dlf. Die Öffnung für Homosexuelle habe nicht nur eine politische Dimension, sondern auch eine seelsorgerliche, „weil wir wissen, dass viele Schwule und Lesben darunter leiden, dass sie nicht wirklich anerkannt sind.“

    Isolde Karle im Gespräch mit Christiane Florin

    http://www.deutschlandfunk.de/ehe-fuer-alle-endlich-endlich-endlich-halleluja.886.de.html?dram:article_id=389970

  15. Pingback: Ja, ich will! – #TMIishTuesday #69 – Might Be Damian

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