Frauensache

Heute nach einem Malheur in dem eine Packung Eier eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielte, musste ich in den Supermarkt. Nun werden Sie sagen, so etwas ist selbst für Ihre Verhältnisse Fräulein Read On doch zu banal. Aber ich bin wirklich nur sehr selten im Supermarkt, bin ich doch in der trefflichen Lage, eine Biokiste vor die Tür gestellt zu bekommen, Obst bei Herrn Yilmaz zu kaufen, mit ihm, der Käsefrau und dem Blumenmann zu ratschen und alles andere eben im Bioladen einzuholen. Dass dies nicht selbstverständlich, weiß ich wohl und weiß es zu schätzen. Wäre also das Malheur mit den Eiern auf der rutschigen Spülleiste nicht gewesen, wäre ich also kaum in den Supermarkt gelaufen.img_1042-3

Natürlich ist so ein Supermarkt am Samstag gerappelt voll. Mit meiner Packung Eier stand ich für fast zwanzig Minuten in einer länger und länger werdenden Schlange und sah eben so vor mich hin und da fiel es mir auf: im Supermarkt arbeiteten nur Frauen. Einzig der Marktleiter mit seinem bulligen Gesicht, dem öligen Lächeln und der scheußlichen Krawatte, dessen Foto neben der Uhr hängt, wie einmal im alten Österreich, Franz Joseph überall zwischen Wien und Triest, ist keine Frau. Dafür sah ich gleich am Eingang zum Supermarkt, wo ein Schild auf dem Ähren prangen mit: „Frische Backwaren“ wirbt, wie eine Frau mittleren Alters, ein sperriges, metallenes Gerät, das sich als so eine Art fahrender Ofen erwies und zur Warmhaltung der frischen Backwaren gedacht ist, in der engen Regalreihe zu manövrieren sucht. Mit hochrotem Gesicht, die Frau reichte ungefähr bis an die Mitte des rollenden Ungetüms zog sie, sich reckend, die heißen Bleche aus dem Ofen und schüttete die Brötchen in zur Selbstbedienung gedachte Plastikbehälter. Dann sortiert sie neue halbgefrorene Brötchen auf die Bleche stemmt sie in den Ofen und zerrt das Gerät erneut zur Seite, bis es wieder durch einen schrillen Pfeiffton verkündet, dass neue Brötchen aufgebacken sind. Indes scheitert die Kassiererin an einer Rückbuchung, denn ein Herr mit grauem Hut will anstatt zwei Packungen Billigfusel nun nur noch eine Packung bezahlen. Die Kassiererin, eine junge Frau mit pinken Plastikohrringen bekommt rote Flecken auf den Wangen und sie ruft gellend: Nathalie, ick weiß nicht weiter. Dit is janz große Scheiße mit der Kasse hier. Nathalie, die Frau die mit den heißen Blechen hantiert schreit: Mensch echt jetzt, Yvonne, ick bin hier mit die Bleche und dann krachen die heißen Bleche auf den Boden und die Frau, die Nathalie heißt flucht, denn eins der Bleche ist an ihr die Beine geraten. Die Schlange an der Kasse flucht und droht und schimpft und eine Frau, deren Wagen fast birst, zetert, sie werde sich beschweren. Dann kommt Nathalie und hilft Yvonne mit der widerspenstigen Kasse. In ein knarzendes Mikrofon, ruft sie: „Eine zweite Kasse!“ Dann geht sie zurück zu den Blechen. Vielleicht ist sie vierzig Jahre alt. Das ist schwer zu sagen, denn Frauen wie sie, haben schon lange einen harten Zug um den Mund und schon ihre Mütter haben ihnen erklärt, dass es im Leben nichts umsonst gibt. Vielleicht warten zuhause zwei Kinder und schon lange kein Mann mehr auf die Frau, die jetzt die Bleche zusammenräumt und die Augenringe hat in denen alle Träume begraben liegen. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders und die Frau, die Nathalie heißt wohnt allein in einer Neubauwohnung und in der hellbraunen Schrankwand stehen vielleicht Nippesfiguren oder ein Hund aus weißem Porzellan.

Indes wird es nichts mit der zweiten Kasse, denn die Frau, auch sie jung und schmal und sehr, sehr zart, steht dort wo die Schlange endet und zieht einen Palettenwagen hinter sich her. Der Wagen ist hoch beladen mit Getränken, genauer mit in Plastik verschweißten Sprudel und Colaflaschen. Die Frau verschwindet hinter dem Berg von Flaschen und dann schneidet sie mit einer einfachen Küchenschere, die Bänder auf und beginnt die in Sechser-Packs verschweißten Flaschen vom Wagen in die Regale zu schichten. Sie hat weder Handschuhe, noch genagelte Schuhe, keine Trittleiter oder was auch immer hilft, um schwere Getränke Paletten von einem Wagen zu wuchten. Ein Mann, der mit seinem bulligen Gesicht, ein jüngerer Bruder des Marktleiters sein könnte, lässt sich von der Frau unter dröhnendem Gelächter einen Bierkasten auf den Einkaufswagen wuchten. „Selbst ist die Frau“ baldowert er und aus seinem Handy an den Gürtel geklemmt schallert es „I am sexy and I know it!“ Die Frau aber wuchtet weiter Flaschenpack um Flaschenpack in die Regale. Indes aber ist die Kassenschlange kurz vor der offenen Revolte und selbst die Kassiererin befürchtet, dass Kunden ihre Lauchstangen zu Schwertern umfunktionieren und beugt sich wieder über das schnarrende Mikrofon und ruft, nein fleht um Hilfe, fleht nach Kasse 2. Nach bangen Minuten kommt die Frau, die Nathalie heißt gelaufen und es gibt Gerangel, wer denn nun wie zugangsberechtigt zu Kasse 2 sei. „Keinen Zentimeter weiche ich“ keift ein Frau, deren hässlicher Terrier, vor dem Supermarkt ununterbrochen kläfft. Irgendwann stehe auch ich vor der Kassiererin, die einen harten Husten hat und „Deutschlandcard? ( Ich weiß gar nicht was das ist) mehr bellt als fragt. „Ihr Husten sage ich gehört auskuriert.“ Aber die Frau mit den pinken Plastikohrringen sieht mich an und sagt: „Dit können se ja ma dem Chef erklären.“ Ich sehe hinauf auf das Bild des feist lächelnden Marktleiters, der mit „seinem Namen für das Frischeversprechen bürgt“, nicke der Frau zu, nehme das Wechselgeld und die Packung Eier. Noch als ich die Eier greife, pfeift der Brötchenbackautomat erneut. Die Frau, die Nathalie heißt, schließt die Kasse und im Vorübergehen, sagt sie zu Yvonne, der Kassiererin: „Das Lager muss auch noch jemacht werden.“ Dann zieht sie erneut die heißen Bleche aus dem Ofen.

Manchmal durch ein Missgeschick bloß, rutschen einem vier Eier durch die Finger und im Supermarkt besorgt man sich Ersatz, zwanzig Minuten nur muss man warten und schon wirft man einen Blick in einen Abgrund, der einen schwindelig macht und dabei ist es nur ein Supermarkt, einer von vielen, in denen die Frauen allein packen, stapeln, kassieren, aufräumen, putzen, abrechnen, die pöblenden Trinker besänftigen, die verfaulten Obstkisten sortieren, sich um das Leergut kümmern und natürlich wie könnte es anders sein, dem Marktleiter zu Rechenschaft verpflichtet, fehlen am Ende des Tages siebzehn Cent. Dann gehe ich nach Haus und bin sicher, so schnell nicht zurück in einen Supermarkt.

19 Gedanken zu “Frauensache

  1. Danke fürs Erzählen. Diese Geschichte werde ich zitieren, wenn wieder von der Zukunft der Arbeit die Rede ist und es nur um automatisierte Produktion geht, Maschinen mit künstlicher Intelligenz und Home Office. Anstatt zu überlegen, wie sich die Arbeitssituation dieser Frauen in Zukunft bessern könnte.

    • Nun, vermutlich werden Kassen in Supermärkten in ca. 10 Jahren vollständig automatisiert sein. Ob sich dadurch die Arbeitssituation dieser Frauen verbessern wird, sei mal dahingestellt. Gleiches gilt für die (überwiegend männlichen) Lastwagenfahrer und viele andere einfache Tätigkeiten. Für ungelernte oder gering qualifizierte Arbeiter wird es immer weniger Möglichkeiten geben.

      • Ich bin da ähnlich pessimistisch. Ich glaube aber wir als Gesellschaft müssen uns Gedanken machen, was es heißt, wenn viele Arbeiten, nicht nur mies bezahlt, sondern auch nicht wertgeschätzt, ja oft nicht einmal wahrgenommen werden.

    • Danke. Angesichts der Weltlage fragt man sich auch, ob das nicht auch daran liegt, dass wir diese Frauen seid Jahren im Stich lassen. Schleckerfrauen ist ja auch zu einem Begriff verkommen, der das alles impliziert. Es ist ja nicht nur, dass die Arbeitsbedingungen dieser Frauen katastrophal sind, sondern das sie auch keine Wertschätzung erhalten für das was sie tun- weder gesellschaftlich noch persönlich. Gruselig.

  2. Ihre Beobachtung ist mit ein Grund, warum mein Lieblingssupermarkt der (gefühlt) höherpreisige der Punktesammelkartenfrager bei uns ums Eck ist. Da ist das Klima, egal zu welchen Zeiten wir einkaufen, gut, nicht nur zu den Kunden, auch untereinander, und der Männer- zu Frauenanteil ist etwa halb-halb (auch gefühlt, und sogar an der Wurst- und Käsetheke). Und die Kassenorganisation verglichen mit Ihrer Schilderung paradiesisch. Allerdings: Je billiger und schäbiger die Läden werden, desto weniger Personal findet sich; bei uns sogar nicht nur Frauen, aber auch die Männer haben eher verhärmte Züge.
    Um etwas zu ändern an der Arbeitssituation, ach je, das ist ein weites Feld … soviel gesagt und gefordert und so wenig kommt wirklich an.

    • Danke für Ihre Beobachtungen. Die Brötchen kosten ja deshalb 9 Cent, weil die Frauen unterirdisch verdienen, aber man kann eben sehr genau beobachten, warum eben diese Frauen wirklich abgehängt sind und auch keine sprachgewaltige Lobby haben. Ich frage mich schon, ob die Frauen bei Walmart nicht eben auch deswegen Trump gewählt haben- auch wenn er sicherlich der Letzte ist, der diese Frauen zum politischen Thema macht. Es ist aber glaube ich ein Thema, das wieder und wieder auf den Tisch gehört.

  3. Im sogenannten Discounter, in dem ich einen Teil unseres wöchentlichen Bedarfs kaufe, habe ich noch nie einen Mann gesehen. Das mit der Kasse funktioniert einwandfrei, habe heute erst wieder die Kassiererin an Kasse 2 gelobt, die kurzfristig und schnell einsatzbereit war um die Schlange abzuarbeiten. Nach 3, maximal 4 Kunden, wird sie wieder geschlossen und die Dame kümmert sich weiter um das Füllen der Regale.

    • Das sind alles Frauen und die sitzen ja nicht nur an der Kasse sondern leisten schwere körperliche Arbeit. Ich bewundere diese Frauen wirklich sehr, nur die Verhältnisse, wie Brecht wusste, die Verhältnisse.

  4. Das Schlimme ist ja, die Kassiererin kann ihren Husten nicht zu Hause auskurieren. Dass sie das besser tun sollte, weiß sie selbst. Aber die Überwindung, im Geschäft anzurufen und zu sagen: ich komme heute nicht (und sich möglicherweise einem Verhör unterziehen müssen) und die Aussicht, nach Rückkehr den Unmut der Kolleginnen aushalten müssen (die ja die Arbeit der Kranken zusätzlich machen müssen, obwohl sie ohne das auch schon überlastet waren), führt dazu, dass man sich eben nicht krankmeldet. Geschäfte, Werkstätten und Büros sind heute oft so knapp besetzt, dass es nicht einmal eine größere Erkältungswelle braucht, um den Betrieb nahezu lahmzulegen. (Eine Kollegin wurde diesen Winter trotz vorliegender Krankmeldung unter Druck gesetzt, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Sie tat es, hielt aber nur eine Stunde durch und war dann noch eine Woche krank.) Kollegen vergleichen die Anzahl ihrer Krankheitstage, und mancher, der häufiger krank ist, ist dann eben ein Schwächling und eine Belastung für andere Kollegen. Ist die Kollegin vielleicht noch älter, alleinerziehend oder hat einen nicht ganz geradlinigen Lebenslauf, macht sie sich durch häufigere Krankmeldungen zusätzlich angreifbar.

  5. Sehr treffend beobachtet. Zusätzlich zu diesem ganzen Elend nehme ich eine beschleunigte Aufstellung automatisierter Kassen wahr. Selbst diese armen Frauen (und es sind in der Tat immer Frauen) werden bald ihre mies bezahlten, stressigen Jobs verlieren. In Strasburg habe ich gesehen, wie an einem kleinen Supermarkt eine (!) Frau acht automatische Kassen überwachen muss, dabei ständig überforderten Kunden (Rentner/innen, Touristen, technikunaffine, ungeschickte, you name it) die Logik (sic!) und die Bedienung dieser Automaten erklären muss. Ich frage mich, wie viel diese automatisierten Kassen kosten und wer davon profitiert. Vermutlich eine grösere Firma, die demnächst von einem multinationalen Konzern geschluckt wird. Werden sie die Chutzpe haben, uns den Wegfall dieser miesen entfremdeten Jobs als Fortschritt zu verkaufen? Ohne Zweifel: sharehoder value! Wie kann es gut sein, dass diese Jobs wegrationalisiert werden, wenn es keine Ersatzjobs für diese Frauen gibt? Ich wette jedoch, dass „sie“ es uns als unumgänglichen Fortschritt verkaufen werden, vermutlich sogar auf twitter. Sad!
    Das einzig gute daran: Das bedingungslose Grundeinkommen rückt immer näher. Wie soll es anders gehen?

    • Danke @Ferrer für die Erwähnung des „bedingungslosen Grundeinkommens“. Es scheint endlich, wenn auch langsam, gesellschaftsfähig zu werden.
      Noch immer finden sich Frauen geringer bezahlt trotz gleicher Tätigkeit sowie durch geschlechtsspezifische Bedingungen in niederen und abhängiger angesiedelten Arbeitsverhältnissen wieder. Die zu erwartende Rente wird entsprechend niedrig ausfallen. Das ist unerträglich und würdelos angesichts ihrer Lebensleistung und könnte mit Hilfe eines bedingungslosen Grundeinkommens verbessert werden.
      Ich hoffe auf Einsicht in der Politik

      • Danke! der Status dieser Frauen ist in jeder Hinsicht prekär. Dazu kommt ja oft auch noch die alleinige Erziehungsverantwortung für die Kinder, Pflege von Angehörigen und und und. Ich glaube aber es braucht gesellschaftliche Ideen, die über ein „Grundeinkommen“( ich weiß darüber nicht genug ) hinausgehen.

    • @ Ferrer: Danke für den Hinweis. Die Automatisierung der Kassen ist in Irland auch sehr viel weiter fortgeschritten als in Deutschland, aber wie Sie sagen, die Maschinen sind wohl sehr wartungsintensiv. Ich sehe weiterhin auch hier sehr viele Frauen, die Kunden an den Maschinen unterstützen, diese Viecher warten und aber auch alle anderen Supermarkttätigkeiten übernehmen, vor allem diese elende Auspackerei, die ja völlig unautomatisiert abläuft. Wahnsinn, das alles. Ich weiß nicht genug über das bedingungslose Grundeinkommen, aber der gedachte Satz schient mir das Dilemma nur zu verlängern und vor allem, wo ist eigentlich der gesellschaftliche Platz dieser Frauen?

      • Das mit dem fehlenden gesellschaftlichen Platz wird, glaube ich, das größte Problem der nächsten Jahre. Das bedingungslose Grundeinkommen wird, wenn es mal eingeführt wird, nur das Minimum zum Überleben abdecken. Jeder, der dazu in der Lage ist, wird weiterhin versuchen einer anderen bezahlten Tätigkeit nachzugehen. Aber die vielen, die keine Arbeit mehr finden, und die vielen, die nur eine Arbeit bekommen, die nicht zum Überleben ausreicht werden dann nicht mehr zum Amt betteln gehen müssen. Damit erhalten sie einen kleinen Teil der ihnen geraubten Würde zurück. Die Beamten, die heute im Amt sitzen, werden dieses Grundeinkommen auch erhalten, sie werden dann Jottseidank überflüssig sein. Aber sonst gibt es bald eine soziale Explosion. Alle „niedrigen“ Tätigkeiten aber auch immer mehr „höhere“ Tätigkeiten werden zunehmend vom Computer erledigt: Telefondienste werden automatisiert, erst, wenn der Rechner eine Frage nicht beantworten kann, werden sie mit einem Menschen verbunden, Menschen sind nur back-up für den Rechner. Müllwagen brauchen nicht mehr vier Männer zum bedient werden, ein Fahrer und ein oder zwei Einsammler reichen, bald wird man auf den Fahrer auch verzichten können. Wie bei Taxen und Lastwagen. Vielleicht auch Krankenwagen. Rechtsanwälte recherchieren Fälle nur noch über Bots, wie soll der Nachwuchs ausgebildet werden und Berufserfahrung gesammelnt werden? Übersetzungen werden zunehmend automatisch gemacht (Leserkommentare in den on-line Medien ebenfalls! Würg!): lässen Sie sich nicht von der miesen Qualität von Google Translate täuschen, sie sind viel weiter und schreiten immer schneller voran. Usw. usf., es scheint, die einzigen Berufe, die noch nicht automatisiert werden können sind die Pflegeberufe (aber in Japan versuchen sie auch dies), Kellner (siehe Japan) und Spekulant. Sogar Soldaten werden automatisiert (Drohnen, Lenkwaffen, elektronische Kriegsführung). Und das alles (und noch viel mehr) bringt mich zu Ihrer Frage zurück: Woher nehmen Menschen ihren Selbstwertgefühl her? Wie findet man ohne Arbeit den eigenen gesellschaftlichen Platz/Wert? Es wird hoffentlich viele verschiedene Antworten darauf geben, ich kann nur hoffen, sie werden befriedigend. Denn sonst, fürchte ich, knallt’s

      • Heute in der digitalen Zeit: ein Artikel zum bedingungslosen Grundeinkommen. Nicht schlecht als Einführung zum Thema, besonders die Leserkommentare, die die Welt wie so oft in zwei unversöhnliche Lager teilen: http://www.zeit.de/karriere/2017-01/selbstausbeutung-arbeit-sinn-existenz-identitaet-alternative-gesellschaft/komplettansicht Ich nehme daraus mit: Es gibt noch viel nachzudenken, auszuprobieren, tolerieren. Eins scheint mir klar: mit einem bedingungslosen Grundeinkommen gäbe es viel weniger sinnlose Jobs

  6. Pingback: Fresse, Supermarkt! | Büronymus

  7. Eine gute Schilderung einer für viele überhaupt nicht banalen Realität. Biokörbe und überhaupt Einkäufe beim Bio-Laden sind für viele nur mal ausnahmsweise möglich. Alltag spielt sich woanders ab. Ich habe im Supermarkt als Abituientin erst gejobbt und mit später damit meine Studentenbude finanziert. Warum und wofür ich studiere, wusste ich dadurch sehr gut. Ich verneige mich jedes Mal tief im Innern, wenn ich sehe, was die Verkäufer*innen leisten. Die Kundschaft ist im Suoermarkt jedoch zum Teil viel angenehmer als auf Bio-Terrain, wo jede/r nur seinen eigenen Film fährt und nur sich selbst sieht, wo „Bitte“ und „Danke“ in keinem Soziolekt, manchmal einfach gar nicht vorkommen…

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