Feierliches Beisammensein zum Jahresausklang

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich der Jude bei uns im Kolleg seit Jahr und Tag für die Weihnachtsfeier zuständig bin. Die Weihnachtsfeier aber kann nicht länger Weihnachtsfeier heißen. Das Wort Weihnachtsfeier sei ein Begriff, der Anstoß errege und Gefühle missachte, sagte man mir. Anonyme Briefe seien eingegangen und es habe Beschwerden gegeben. Mir ist nicht klar, warum nun eine Weihnachtsfeier verletzender sein solle, als ein falsch adressierter Liebesbrief, aber andere mögen mehr Gefühle haben als ich. Ich spreche also mit dem Hausmeister, der die Dekorationselemente ( eine mäßig funktionierende Lichterkette und einen Karton mit unbrauchbarem Klimbim vor das Büro hievt. Ich seufze. „Hausmeister, sage ich kommen Sie denn auch?“ Der Hausmeister bellt schwer Verständliches. Ich mache mein freundlichstes Schafsgesicht und der Hausmeister bellt noch einmal: „Ob es mulled wine ( eine eigentümliche Spezialität dieses Landstriches, nicht unähnlich eines Punsches gebe.) Ich nicke und sage aber gewiss, mulled wine gehört doch zu den traditionellen Spezialitäten eines feierlich, festlichen Jahresendumtrunks. Der Hausmeister starrt mich entsetzt an, dann schlurft er nach draußen und steckt sich eine Zigarette an.

Ich schicke eine Einladung umher, die höflich-freundlich und alles Weihnachtliche vermeidend, die lieben Kollegen zum zahlreichen Erscheinen bittet. Elf Minuten später, stürmt die B. aus dem Iran gebürtig in mein Büro. „Äh, Du Read On, die Einladung da, das ist die Weihnachtsfeier, ja?“ Ich seufze und nicke und murmele etwas von verletzten Gefühlen. Die B. sieht mich sehr irritiert an. „Heißt das es gibt dieses Jahr keinen Weihnachtsbaumschmuckwettbewerb?“ Ich schüttle den Kopf. Die B. flucht. „Sag doch nicht immer Weihnachtsbaum B.“ sage ich, besser ist: „Immergrünes Jahresendgewächs.“ Die B. zeigt mir einen Vogel. „Aber „mince pies“ gibt es schon noch, fragt sie und ich nicke. Am Abend gehe ich in den einzigen Lebensmittelladen des kleinen Dorfes. „Frau des Krämers“ sage ich, „wir brauchen Mince Pies für das festliche Beisammensein zum Jahresschluss.“ „Fräulein Read On sagt die Frau des Krämers haben Sie Fieber?“ Ich mache doch jedes Jahr Mince pies für die Weihnachtsfeier.“ Ich zucke zusammen. Die Frau des Krämers will meinen Erklärungen nichts wissen. „Stadtmenschen“ knurrt sie wie der alte Hofhund und schüttelt den Kopf. Ich nicke besänftigend. Dann gehe ich herüber zum Metzger. Das Dorf hat zwei einen für Geflügel und einen für Schwein und Rind. Letzteren betrete ich fast nie. Deswegen ruft die Verkäuferin auch gleich nach hinten: „Cheeeeef, das Fräulein Read On!“ Der Chef kommt und strahlt: „Ach Fräulein Read On, Sie kommen wegen der Bestellungen für die Weihnachtsfeier! „Ach Metzger sage ich, es ist heuer Besinnliches Beisammensein im Schein warmer Lichter.“ Der Metzger schaut verdutzt. „Wenn Sie das meinen Fräulein Read On!“ Ich seufze wieder und bestelle: Würstel im Schlafrock, Pasteten und vielerlei andere Dinge. Zuhaus jage ich den Tierarzt los einen Mistelzweig zu besorgen und der Tierarzt schnauft. „Das ist sooo überholt“. Niemand hat doch mehr einen Mistelzweig über dem Türrahmen hängen. Noch dazu auf einer Weihnachtsfeier.““Papperlapapp“ erwidere ich: „Der Mistelzweig kommt in eine Vase, und zweitens ist der Mistelzweig ein frohes Symbol frischen Lebens, symbolisiert Neunanfänge und lässt die Liebe hochleben. Keineswegs repräsentiert der Mistelzweig vorrangig Weihnachtliches.“ Der Tierarzt starrt mich entsetzt an. „Manchmal glaube ich der Priester hat Recht sagt er und du warst bestimmt einmal im Jesuitenseminar.“ Tierarzt sage ich: Mistelzweig. Ich übersetze einen Stapel Fragen aus Max Frischs Questionnaire. Wenn sich schon nicht geküsst werden soll, dann muss man wenigstens Gesprächsbedarf schaffen. „Gibt es kein Weihnachtsrätsel dieses Jahr?“ fragt mich der  W. und ich seufze. Doch sage ich es gibt ein Rätsel, welches sich dem Thema: Das Jahr neigt sich dem Ende zu zum Thema hat. W. zieht die Stirn in Falten. „Du meinst das Weihnachtsrätsel ja?“ Ich knurre. „Wirst du wohl aufhören das W- Wort ständig im Mund zu führen?“ Der W. weicht rückwärts aus dem Raum. Ich öffne die Kiste mit dem Dekorationsklimbim und setzte schnarrend und schnaufend das immergrüne Ungetüm zusammen. Dann behänge ich es mit genug Klimbim, dass man es keineswegs für einen Weihnachtsbaum, sondern nur für einen Pfingstochsen halten kann.

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Pfingstochse in Aktion

Ich überlege noch, ob ein Zettel mit der Aufschrift: DIES IST KEIN WEIHNACHTSBAUM!!! hilfreich wäre. Am Abend der Feier dann bin ich die einzige die keinen mulled wine schlürft, unter keinen Umständen auch nur ein Würstchen im Schlafrock anrührt, von Jingle Bells nicht einmal die erste Strophe kennt und in der Küche natürlich Handschuhe trägt zum Einwicklen des Schinkens in die Melonenscheiben. Die Gäste sind heiter und lustig und haben augenscheinlich Freude mit Max Frisch. In der Dunkelheit spiegelt sich die kunterbunte Plastiktanne. Ich denke wie so oft an meine Großmutter, die kopfschüttelnd zu mir sagte, dass die DDR glaubte man könne aus Engeln, Jahresendflügelfiguren machen und noch mehr als das es mich wundert, dass ich der einzige Jude des Kollegs die Weihnachtsfeier organisiert, erstaunt mich, dass sich ausgerechnet Universitäten in jene Reihe der Verbiegungen und Wortbrechereien einreihen, für die die DDR zu Recht so traurige Berühmtheit erlangte.

28 Gedanken zu “Feierliches Beisammensein zum Jahresausklang

  1. Ach, meine beste ReadOn, die Zeiten sind seltsam. Ich weiß nur nicht, ob sie es immer waren, oder ich einfach wunderlicher geworden bin mit den Jahren. Jedenfalls wünsche ich Ihnen einen hellen, freundlichen, Abschluss dieses in weiten Teilen sehr absurd anmutenden Jahres – mit Lichterschein und fröhlichem Beisammensein im Kreise Ihrer Lieben, ob Channukkah, Weihnachten oder Jahresendfest: Mögen Freude, Freundschaft und Liebe obsiegen!

    • Ich weiß auch nicht Recht. Manchmal scheint es so als öffne sich ein Spalt und man steht zwischen der Welt und ihren reichlich seltsamen Dingen. Das Absurde hat dieses Jahr leider wenig Heiteres, sondern etwas von einem grausig lachendem Clown. Weihnukkah hoffe ich hat etwas Versöhnlicheres, aber dazu noch einmal später anderes und nur schon einmal die liebsten Grüße zu Ihnen!

  2. Für alle Ihre schönen Texte zu diesem gleichermaßen schönen: danke.
    Seit meine Kinder der Kita entronnen sind, war mir Weihnachten ohne Weihnachten gar nicht mehr so gegenwärtig. Es ist ein bisschen her und nur, weil ich mich entschlossen hatte, wieder Weihnachtsmusik zu machen, bin ich damit wieder direkt konfrontiert. Kinder reagieren auf die Süße der alten Weihnachtslieder sehr wohl. Verrückt, dass heute eher Rudy das Rentier durch die Tür, hoch und weit gemacht, springt, als dass das Schiff geladen kommt. Obwohl ich gegen Rudy wirklich überhaupt nichts habe. Er ist niedlich, nur haben wir uns ein wenig spät kennengelernt.
    Aber die Unsicherheit der Erzieherinnen, die ich erlebe. (Ach so, Hauptstadt von Sachsen. Keiner weiß so recht. Nur, dass nicht wie früher… Weil, es ist ja doch jetzt anders, sagte mir eine, wehmütig. Sie wisse gar nicht, wie sie das Fest jetzt feiern solle. Aber ausfallen lassen wäre doch auch nicht recht.)
    Es macht ein bisschen traurig, weil es den Kindern auch viel versperrt. Und wenn es nur das Geheimnis ist, das sich in Geschichten, Bildern und dem Warten auf etwas Flirrendes, Poetisches manifestiert. Na gut, ich hoffe eher auf die Poesie einer Märklin-Eisenbahn vor Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen als der eines Smartphones. Und bin vielleicht elend altmodisch.

    • Ich danke fürs Lesen! Das ist nicht einfach glaube ich den Zauber zu reproduzieren, wenn die Beziehung fehlt. Kinder glaube ich haben ein feines Gespür für alles Aufgesetzte und Vorgetäuschte. Ich weiß noch als meine Großmutter mir zum ersten Mal vom Mädchen mit den drei Schwefelhölzern vorgelesen hat. Das hat mein Weihnachtsbild auf Jahre geprägt und ich gehe sehr gern zu den Christmas Carol’s in den kleinen Dorfkirchen hier in Irland. Echte Kerzen sind dabei sehr hilfreich. Ich habe ja ein Faible für das hoffnungslos Altmodische. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man in Dresden das Weihnachtsoratorium hören kann. Überhaupt selbst musizieren ist großes und größtes Glück. Gewöhnen Sie sich das bloß nicht ab.

    • Ein sehr schöner Text, einer sehr begabten Bloggerin. Ich sehe dort sehr gern vorbei, nur lese ich im Moment beschämend wenig. Danke für den wunderbaren Hinweis.

    • Max Frisch ist groß! X-MAS ist auch einer meiner Lieblinge. X-Fest auch in diesem Backshop ist ja beinah schon ein Romantitel….Tja, hätten wir die Liebe nicht, dann fehlte uns nicht nur John Lennon, der große Weltenwanderer.

      • Sie haben mich zum lachen gebracht 🙂 Was Sie Stephan geantwortet haben ist auch super, vielen Dank. Nochmals ein frohes, ich glaube fest daran, dass Sie es geniessen werden. Also X!

  3. Dank an Read on für ihren Text im Advent !
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    Ihn zu lesen, hat mich geschmerzt. Sehr geschmerzt. Dies um so mehr, weil ich befürchte, die Entwicklung wird so weitergehen. Hier mal schleichender als dort, dort mal rasanter als hier.
    Es schmerzt sehr, besonders, wenn ich an die denke, die nach uns kommen werden.
    Oder gehen werden …

    Wie die, die schon gegangen sind, nach Israel, weil Ihnen ihre Heimat in Europa genommen wird.

    Vgl,:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article137949748/Warum-es-viele-franzoesische-Juden-nach-Israel-zieht.html
    _________________________________________________________________________________

    In Fällen wie dem oben so eindrücklich geschilderten, böte sich durchaus auch mal an, „eine Ansage zu machen“, wenn eines Tages selbst eine „getarnte Weihnachtsfeier“ – wie sie Gott sei Dank durch die toschia von Read on diesmal noch durchgeführt werden konnte -, erst hier und dann dort schon bald nicht mehr möglich sein soll:

    „Wir, die Kolleginnen und Kollegen des Universitätsklinikums *** weigern uns, die Untersagung unserer diesjährigen Weihnachtsfeier zu akzeptieren. Wie jedes Jahr sind alle Kolleginnen und Kollegen zu dieser recht herzlich eingeladen.
    Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen und um die Wichtigkeit unseres Anliegens zu unterstreichen, kündigen wir an, anderenfalls unsere Arbeit in Bereichen, die über die medizinische Grundversorgung unserer Patienten hinausgehen, in der gesamten Adventszeit einzustellen.“
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    Worum es letztlich geht, sagt Jochen Klepper in unvergleichlicher Eindringlichkeit in seinem Weihnachtslied aus dem Jahr 1936, in welchem es u.a. heißt, „wenn unsere Feste jäh zerönnen“:

    „Mein Gott, dein hohes Fest

    1. Mein Gott, dein hohes Fest des Lichtes
    hat stets die Leidenden gemeint.
    Und wer die Schrecken des Gerichtes
    nicht als der Schuldigste beweint,
    dem blieb dein Stern noch tief verhüllt
    und deine Weihnacht unerfüllt.

    2. Die ersten Zeugen, die du suchtest,
    erschienen aller Hoffnung bar.
    Voll Angst, als ob du ihnen fluchtest,
    und elend war die Hirtenschar.
    Den Ärmsten auf verlassenem Feld
    gabst du die Botschaft an die Welt.

    3. Die Feier ward zu bunt und heiter,
    mit der die Welt dein Fest begeht.
    Mach uns doch für die Nacht bereiter,
    in der dein Stern am Himmel steht.
    Und über deiner Krippe schon
    zeig uns dein Kreuz, du Menschensohn.

    4. Herr, daß wir dich so nennen können,
    präg unseren Herzen heißer ein.
    Wenn unsere Feste jäh zerrönnen,
    muß jeder Tag noch Christtag sein.
    Wir preisen dich in Schmerz, Schuld, Not,
    und loben dich bei Wein und Brot.“

    • Völlig verrückt diese Verdrehtheiten. Mir sind diese Grabenkämpfe völlig unverständlich. Noch dazu ist Irland völlig weihnachtsverrückt. Sehen Sie meine Großmutter, die Chanukka gar nicht schreiben konnte, inszenierte Weihnachten wie es 1920 ihr Vater tat. Dieser intrinsische Kulturkampf hat für mich etwas sehr Bizarres und ich finde es in vielerlei Hinsicht eine große, vor allem intellektuelle Dummheit, Weihnachtsfeiern mit religiösen Praktiken zu verwechseln. Jochen Klepper hat eine nicht zu schließende Lücke hinterlassen.

  4. Sehr geehrte Read On, Ihr Text – wenngleich er mit einer gewissen ironischen Leichtigkeit angesichts der vermeintlich kleinen Absurditäten Alltagslebens daherkommt – lässt mich erschaudern. Wer die Sprache anderer Menschen kontrolliert, kontrolliert auch ihre Gedanken und letztlich ihre Handlungen. Hier geht es zwar „nur“ um Weihnachten, aber letztlich ist es egal, worum es inhaltlich geht. Das Entscheidende ist, dass sich die Menschen einen Schritt in Richtung Unfreiheit schubsen lassen, ohne sich zu wehren. Und wer sich genug kleine Schritte hat schubsen lassen, ohne sich zu wehren, gewöhnt sich daran, geschubst zu werden und kann sich nicht mehr wehren, wenn es darauf ankommt.

    • Man muss darüber erst sehr laut lachen und es dann natürlich trotzdem machen. Sehen Sie,wenn ich als Jude eine Weihnachtsfeier organisieren kann, dann müssen die Kulturrevolutionäre ins Grübeln kommen. Es ist derartig bizarr, diese ständige Verachtung von Tradition und vorauseilendem Gehorsam. Mir ist das völlig fremd, meine Großmutter, die vor dem Rabbi Leberwurstbrote aß, hat mich gegen diese Verdrehtheiten imprägniert und ich glaube sie tun niemanden gut. Denn es ist eigentlich etwas positives und schönes, wenn Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft auch Teil einer Tradition sein können, die ihnen etwas anderes sagt und sagen kann und dennoch Gemeinschaft stiftet.

      • Danke für Ihre Antwort, die es mir ermöglicht, Ihren Text mit anderen Augen und mehr Vergnügen zu lesen. Ursprünglich wollte ich noch etwas vermeintlich Kluges zum Thema Gehorsam hinzufügen, aber mit Ihrer Bemerkung zu Ihrer Großmutter ist eigentlich schon alles Wesentliche gesagt.

      • Ich erinnere mich noch gut an einen Telefonanruf an Heiligabend vor vielen Jahren. Es war schon spät, wir hatten nach dem Abendgottesdienst erst gegessen und dann Geschenke ausgepackt. Am anderen Ende der Leitung waren zwei Freunde meines damaligen Freundes, allesamt marokkanische Tamazight und Muslime. Sie klangen sehr aufgekratzt, als sie mir fröhliche Weihnachten wünschten und fragten, ob ich einen schönen Abend habe. Ich bejahte und fragte, was sie denn so machen. Da antworteten sie sehr vergnügt: Na, Weihnachten feiern! Wir essen und trinken und haben Spaß.

        Dazu passt auch die Feststellung von Herrn maz neulich bei der Kaltmamsell.

      • Was für eine schöne Geschichte. Haben Sie vielen Dank für das Aufschreiben und Teilen. Das sind genau die Geschichten, die es zu bedenken gilt und der Kommentar von Herrn maz könnte treffender nicht sein. Mit graut auch schon vor dem Weihnachtsbaumspektakel in Berlin. Schwesterchen hat es ja mit Engelshaar und Flitterzeug…

      • Kennen Sie eigentlich schon die beiden Kolumnen von Hatice Akyün Wie Muslime Weihnachten feiern und Von den drei Weihnachts-Traumata?

        Ein Weihnachtsbaum mit Engelshaar und Glitzer klingt ganz nach einem Weihnachtsbaum der meinen japanischen Freunden gefallen würde. Wenn ich mich richtig erinnere, feiern die – allesamt Buddhisten – auch Weihnachten. Und deren Kinder fanden in früheren Jahren die kleinen Adventskalender, die ich ihnen schickte, immer toll. Ich bekomme von ihnen auch jedes Jahr eine Karte zu Weihnachten.

      • Wunderbar! Danke für den famosen Link. Die Kolumnen sind überaus lesenswert und die väterlich/großväterlichen Bemerknisse wunderbar. So wird aus diesem Text hier richtig eine Reise um die Welt und lauter schöne Weihnachtsbräuche kommen hervor. Manchmal braucht man ja eine Erinnerung warum man eigentlich bloggt und die schönen Kommentare hier, könnten keine bessere Erinnerung sein.

  5. Wenn nicht Du, wer dann? Ein jüdisches Kind wurde geboren, es ist sein Fest. Eigentlich bis Du ihm ganz nah. Und die Bräuche sind halt auf der ganzen Welt verschieden, das finde ich auch sehr schön.
    Weihnachten hat sich für mich sehr verändert, seit vor ein paar Jahren am Heiligen Abend in Bethlehem war. Es gab Reisewarnung zu der Zeit und es waren kaum Touristen da, dafür aber sehr viele christliche Palästinenser, so sagte man uns. Es war laut und bunt, es gab Luftballons und Blinkelichter, und es standen Scharfschützen auf den Dächern, weil Abbas zum Gottesdienst kam. Es gab ein riesiges Gedrängel bis wir in der Krypta beim Geburtsplatz waren. Dort sang spontan ein Chor aus Nonnen “ Stille Nacht“, es war sehr berührend. Bis die Kirche von Soldaten geräumt wurde. Abbas eben.
    Daran denke ich immer, wenn ich höre „Zu Bethlehem geboren“

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