Die Sache mit den Elektrofahrrädern, dem Nachbarn zur Linken und meinem Gartenzaun.

Etwas wehmütig stehe ich auf der Straße und winke meiner lieben C. hinterher, denn die liebe C. sehe ich immer lieber kommen und gehen, aber schon holpert das Oldsmobile um die Ecke und ich ziehe seufzend die Schultern hoch: es ist mürrisch grau und kalt auch im südlichen Vorort der großen Stadt Berlin. Als ich mich aber umdrehe kommt der Nachbar zur Linken an den Gartenzaun: FRÄULEIN READ ON, ruft er ES TUT MIR JA SO LEID!“ Ich sehe etwas verwundert zu ihm herüber und sage: Oh! Aber der Nachbar zur Linken humpelt an zwei Krücken herbei und sagt: Fräulein Read On, es ist unverzeihlich. „Nachbar zur Linken“ sage ich, „haben Sie meine alte Freundin die Wildtaube gefangen und an Papageno verkauft?“ Der Nachbar zur Linken sagt: „Fräulein Read On, gleich werden Sie nicht mehr scherzen.“ „Mag sein, Nachbar zur Linken erwidere ich, aber warum kommen Sie nicht mir rauf auf einen Tee, Kuchen gibt es auch und ich mache eine kleine Kunstpause: „und auch Pralinen.“ Der Nachbar zur Linken nickt und murmelt finster: „ Wahrscheinlich ist es das letzte Mal, das wir so beieinander sitzen, Fräulein Read On.“ Das Teewasser kocht und ich lege dem Nachbarn zur Linken ein gewaltiges Stück Apfelkuchen auf den Teller und der Nachbar zur Linken erzählt:

„Der Herr Sohn bemüht sich ohnehin nur Weihnachten nach Berlin, denn schon lange sind die alten Eltern ihm lästig und kommt er so hat Herr Sohn Ratschläge im Gepäck. Sie wissen schon: Weniger Cholesterin, mehr Hühnerfleisch, Solarpaneele, die alten Biberschwänze des Hausdaches abklopfen, die Sauna aus dem 72er Jahr herausbrechen, den Garten asphaltieren, den alten Mercedes gegen ein Hybridwunder eintauschen und neben den guten Ratschlägen verstauben die Wanderstöcke, die Neoprenanzüge zum Tauchen, die Wanderstiefel für das Hochgebirge und allerlei anderen Tand den der Herr Sohn so ins Haus schleppt, dabei hoffen die Eltern noch immer Jahr für Jahr, dass der Herr Sohn einmal länger bliebe als die 48 Stunden. In diesem Jahr aber fährt der Nachbar zur Linken fort, sei der Herr Sohn nur einen Tag geblieben, denn am 25. Dezember schon fuhr gegen die Mittagsstunde ein weißer Mercedes vor. Im weißen Mercedes saß eine blonde Frau, dass hat die Nachbarin zur Linken,die gerade den Weihnachtsbraten ins Rohr schob schon genau gesehen und die blonde Frau war nicht die Frau, die im vorigen Jahr den Herrn Sohn abholte. Die Frau aber die heuer im Auto saß, die stieg nicht aus, die hupte nur und der Herr Sohn schlüpfte in Mantel und Schuh, rief seinen Eltern: Bussi und Bye zu und schon war er aus der Tür. Die Nachbarn zur Linken jedenfalls sahen dem Sohn hinterher, wie ich meiner lieben C, im Oldsmobile, dann gingen sie zurück ins Haus und vom Braten aßen nur mehr der Nachbar zur Linken, seine Frau und die alte Katze. Aber am 24. sagt der Nachbar zur Linken und löffelt Zucker in den Tee da habe er sie in die Garage geführt und dort standen zwei Elektrofahrräder mit roter Schleife. Der Herr Sohn habe den Eltern die Vorzüge der Räder erklärt, nun könnten auch sie Tagestouren von 80 Kilometern machen, und überhaupt Fahrrad fahren wäre so gesund, so praktisch, so umweltfreundlich und und auch die Eltern dürften sich dieser neuen und ganz und gar elektrischen Zukunft auf keinen Fall länger verweigern. Dann schwang sich Herr Sohn selbst auf eines der nagelneuen Räder, preschte zischend davon und erst nach einer halben Stunde kehrte er mit roten Wangen zurück, die rote Schleife aber war wohl abgefallen. Der Herr Sohn also war zufrieden, den Eltern den Weg in die Zukunft geebnet zu haben und die Eltern lächelten, denn Eltern wollen ihre Kinder zufrieden sehen. Dann aber vergaßen die Eltern die Räder in der Garage, das neue Jahr kam und auch die Nachbarn zur Linken machten wie so viele Menschen eine Liste mit guten Vorsätzen. Auf der Liste stand: die Elektrofahrräder ausprobieren. Aber erst einmal kam die Schwester des Nachbarn zur Linken zu Besuch und die wollte die Attraktionen der großen Stadt Berlin im bequemen Mercedes erleben und nicht hoch zu Ross. Dann aber reiste die Schwester zurück an die schöne Mosel und am Freitag war es dann soweit, die Nachbarn zur Linken bestiegen die Elektroräder, die Räder brummten, die Straße des südlichen Vorortes ist leicht abschüssig, die Räder rasten schneller, der Nachbar zur Linken rief noch „Hilde, warte!“, aber Hilde raste schon schneller und schneller dahin, und auch der Nachbar zur Linken sah die Kurve der Straße auf sich zukommen und sein letzter Strohhalm Hoffnung war mein Gartenzaun und lenkte er das rasende und buckelnde Rad in den Zaun und der Zaun knirschte und ächzte, aber er hielt, den Nachbarn zur Linken aber katapultierte das Rad in den Zaun, unglücklich schlug er auf und verstauchte sich den Knöchel und auch seiner Frau erging es nicht besser, ein Strauch hielt sie zwar auf, doch auch sie kugelte auf den Gehweg und ist voller blauer Flecke. Die Elektroräder aber knurrten böse und unwillig, mühsam schleiften die Nachbarn zur Linken die Räder zurück in die Garage. Nie wieder schworen die Nachbarn zur Linken würden sie noch einmal auf diese Höllenrösser klettern und so stehen verbogen und verschrammt nun die Räder neben den Alpenstiefeln, den Wanderstöcken, den Tauchanzügen und all den anderen Dingen, die Herr Sohn einmal im Jahr nach Berlin mitbringt in der Garage.“

Der Nachbar zur Linken sagt: „Ihren Gartenzaun Fräulein Read On haben wir auf dem Gewissen.“

Papperlapapp sage ich, aber der Nachbar zur Linken sagt: „Sobald der Fuß besser ist, ja Fräulein Read On kümmere ich mich.

„Aber Nachbar zur Linken, sage ich, ich kann wirklich jemanden kommen lassen, der das repariert.“

Der Nachbar zur Linken aber schüttelt den Kopf: „Wissen Sie, nur wenn einen niemand mehr braucht, kommt man auf die Idee mit Rädern im Kreis herum zu fahren.“

Dann sehen wir beide aus dem Fenster in den grauen Himmel hinaus.

„Abgemacht“, sage ich zum Nachbarn zur Linken und der Nachbar zur Linken schlägt ein.

 

 

 

Zu später Stunde

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Der Berlin Besuch ist müde. Mein Anteil daran ist kein ganz kleiner, denn wenn ich erst einmal anfange über Franz Kafka und Max Brod und ihre Reise nach Leipzig, die dann auch nach Berlin führte ( Max Brod hatte ja eine Geliebte in der Stadt ) anfange zu reden, dann höre ich so schnell nicht wieder auf. Es hält sich auch das hartnäckige Gerücht und der Tierarzt tut sein Übriges dazu es zu verbreiten, dass ich einmal den Hund so müde geredet hätte, dass jener alle vier Pfoten von sich gestreckt in einen tiefen Schlaf gefallen sei. ( Es war natürlich alles ganz anders.)

Aber der Berlin Besuch gähnt nun wirklich, man verabschiedet sich und ich fahre mit der wirklich letzten Bahn zurück in den Wald. In der Bahn sind alle betrunken außer mir. Alle aber reden vom wirklich letzten Bier und erzählen Betrunkenengeschichten, in denen immer alles möglich ist. Mannshohe Mauern in einem Sprung genommen, ein Weltmeer durchschwommen, einen Helikopter selbst gelandet und die Betrunkenen lachen über ihre Geschichten, die sie schleppend und langsam erzählen, denn es ist immer noch Bier da und morgen sind die Geschichten egal und schon wieder vergessen und die Nacht ist dunkel vor dem Fenster und ein Mann versucht ein Lied zu singen, das Lied ist für eine Frau bestimmt, die ich nur als verschwommenen Schatten im Fenster sehen kann, ein Fußballlied singt der Mann für die Frau, auch wenn die Wörter ihm im Mund verlaufen und die Frau lacht, ein bisschen hohl ist ihr Lachen, es riecht nach Bier und Parfum und Currywurst, die Frau hat blonde Haare und einen Mannschaftsschal um den Hals und doch lacht sie, wie Frauen lachen, die wissen, dass man sie liebt und der Mann öffnet ein zweites Bier für sie. Wie lange das schon her ist, denke ich, dass jemand für mich gesungen hat, spät in der Nacht oder früh am Morgen. Aber ich steige aus, halb zwei zeigt die Bahnhofuhr an, eine Katze sitzt neben der Laterne unter der mein Fahrrad steht und ich fahre noch weiter in den Wald hinein, fahre Schlangenlinien auf der Straße, denn der kleine Vorort der großen Stadt schläft schon tief und fest und wenigstens ein paar Takte lang pfeife ich vor mir her.

Tür auf, Schuhe aus, den Schlüssel in den Korb und einen letzten Tee auf dem Fensterbrett, die rauschende Kiefer vor dem Fenster, das glatte Kopfsteinpflaster unter der Laterne, die stumme Nacht, der Mond raucht eine letzte Zigarette, aber er raucht sie allein und nicht mit mir, irgendwo hinter den Wolken oder vielleicht auf der Kirchturmspitze, die sieht man nicht, mitten in der Nacht. Noch einmal sehe ich der Nacht hinterher, denn die Zeiten in denen die Nächte mit mir an der Hand durch die Straßen liefen, sind lange schon vorbei, aber manchmal kommt noch einmal ein kleiner Ausschnitt zurück und Berlin ist für eine halbe Stunde New York und Tel Aviv zugleich. Immer noch hofft man auf dem Fensterbrett, dann kommt der Schnee, oder das Eis, da hilft auch die warme Teetasse nicht, denn ich weiß wohl um die Katastrophen, die unter meinen Fingerspitzen verborgen liegen, mit einem Mal hat man graues Haar und die Tasse ist leer, auch meine alte Freundin die Wildtaube schläft schon gut verborgen in den dichten Zweigen der Tanne. „Gute Nacht“ rufe ich ihr dennoch zu, denn sie hat mich kommen und gehen sehen in all diesen Jahren, mit all den abgerissenen und angefangen, den zusammengenähten und den offenen Geschichten und denen die kein Ende haben, aber die Nacht hat ein Ende, ich spüle die Teetasse aus, putze die Zähne, lese zwei Seiten, bevor der Tag wieder auf dem Fensterbrett sitzt und nicht mehr ich.

Woanders ist es auch schön

Wie schnell die christlich-jüdische Tradition doch an ihre Grenzen stößt. Vor allem wenn es um eine lebendige Synagoge geht.

Die Willkür der türkischen Justiz schreckt vor nichts zurück.

Lieber glattrasiert.

Es dauert einen schon, das kleine störrische Metronom.

Maria trägt goldenen Schuhe.

Es kann nicht genug Träumer geben.

Tierarzt hast Du ein Lied für uns? Hm, sagt der Tierarzt, sucht Schlüssel, Schuhe und den anderen Schal, die Woche war still, stiller als andere Wochen, aber der Tierarzt wäre nicht der Tierarzt holte er nicht doch eine Platte hervor.

Dunkle Briefe

Dies ihr ist ein kleines und persönliches Blog. Dieses Blog will niemanden etwas verkaufen, es hat keine politische Agenda, es gehört keiner Partei an, kein Verlag schreibt diesem Blog etwas vor, keine Agentur bewirbt hier Saftkartons, Knöpfe oder Kaugummis mit Einhorngeschmack.
Dieses Blog gibt es weil ich meist ziemlich spät am Abend ein Word-Dokument auf einem alten Notebook tippe, dann gähne, mir die Zähne putze und ins Bett gehe. Ich sollte natürlich die Kommata überprüfen oder die Rechtschreibung oder endlich anfangen Absätze in die Texte einzubauen. Aber fast immer bin ich schon zu müde. Dieses Blog hat keinen Redaktionsplan. Manchmal hat dieses Blog einen gelben Klebzettel: „Kälbchen wieder sehr frech“, Schwesterchen-Maske-Hochzeit D., aber dann schreibe ich doch wieder etwas ganz anderes auf. Dieses Blog will nichts, ich sehe alle halbe Jahre in die Statistik und habe anderntags die Zahlen schon wieder vergessen. Sie, die Sie hier lesen sind eingeladen zum Lesen, zum Lachen und Weinen, Sie können sich hier ärgern oder freuen. Sie können sagen: „Oh, dieses Fräulein Read On wieder“, Sie können den Text ausdrucken und die Kommafehler korrigieren oder aus den Texten ein Papierboot falten. Wenn es ihnen hier nicht gefällt, das Internet ist ein großer Ort, sie können lange Aufsätze über die Kanari-Zucht oder Maschinenbau lesen. Ich habe nachgesehen: dieses Blog hat seit seinem Beginn genau 5,878 Kommentare erhalten ( Danke für jeden Einzelnen ), 23 Kommentare habe ich nicht freigeschaltet.

Der Grund ist einfach: es sind Morddrohungen und ein langer Brief einer Organisation, die sich Schwarze Sonne nennt. Ich schätze alle, die hier kommentieren sehr. Viele Kommentare erlauben neue Blickwinkel, machen mich lachen und über viele Kommentare denke ich lange nach. Nicht immer schaffe ich es allen zu antworten. Das ärgert mich, manchmal kommen sie miteinander ins Gespräch, das freut mich besonders. Wenn einer von Ihnen lange nicht kommentiert, dann mache ich mir- denn ich kann nicht anders- Sorgen, aber niemals käme ich auf die Idee, die Email-Adressen, die Sie hier angeben, aufzuspüren, nachzuprüfen oder das zu tun, was man auf gut Deutsch als zu nahe treten bezeichnet. Das Blog gehört seinen Lesern, es verändert sich mit ihnen wächst, verwächst, schlängelt sich in eine andere Richtung, wie auch mein Leben, denn dies ist ja noch immer ein persönlicher Blog sich verändert mit den Jahren. Es oszilliert zwischen Ländern und Menschen, packt aus, zieht um, kauft ein paar neue Schuh, die Haare werden länger oder kürzer, nur die Abneigung gegen Sellerie wird wohl immer bleiben. Ich erzähle hier persönliche Geschichten, das ist ein Risiko, denn wer Persönliches preisgibt ist angreifbar, muss sich anfragen lassen, riskiert sogar, dass der Verein der Selleriefreunde, Protestnoten schreibt, Fräulein Read On ist nicht mein Passfoto, aber im Spiegelbild würden wir uns immer erkennen, das Fräulein und ich. Nicht zuletzt, weil wir immer ein Stück Nussschokolade in der Rocktasche tragen.

Die Geschichten, die Sie hier lesen können, aber nicht lesen müssen, sind meine persönliche Sicht auf die Welt, manchmal ein Ausschnitt, manchmal ein Versuch Gedanken zu ordnen, aber das was dieses Blog wirklich ist, ist der Versuch das Gespräch mit meiner Großmutter nicht abreißen zu lassen, denn Deutsch ist meine Großmuttersprache. Vier Jahre lang habe ich so geschrieben und heute erreichte mich dieser Brief. Der Brief kommt, aber wer weiß das schon von einer Frau, die im Brustton der Überzeugung befindet, hier würde gelogen, das sich die Balken biegen und sie würde mich nun enttarnen- zu meinem eigenen Schutz wohlgemerkt, denn Indien, die Aufklärunsgsprechstunde, die jüdische Großmutter sei alles Lüge, nichts als Lüge, und sie die edle Rittern und Retterin auf hohem Schimmel, besorgt um die Wahrheit selbst. Deswegen hätte sie diesen Blog auch gleich bei den „Goldenen Bloggern“ als nicht authentisch gemeldet und wünsche mir, denn die Dame ist von großzügiger Gesinnung: „Alles Gute.“

So sitzt man dann da mit dem Schreiben der Lügnerin, die einen selber Lügnerin heißt und das ist das perfide an den Lügnern in allen Formen und Farben: ihr schleichendes Gift, ihre stolz vorgetragenen Behauptungen, ihre Schamlosigkeit über ein fremdes Leben herzufallen, sich als Retter der Wahrheit zu inszenieren, denn die Lügner wissen schon was sie tun und wissen auch: immer bliebt irgendetwas kleben. Perfide Erzählfiguren beschwört sie da herauf: den Deutschen, der vom Jude-Sein träumt, die Rassistin, die arabische Männer untenrum erzieht, die eiskalte Geschichtenklauerin, die psychisch gestörte Bloggerin, der man doch helfen müsste und sich selbst inszeniert sie als „Schlimmeres“ Verhindern, eine beliebte, eine bequeme Figur und fühlt sich sich sicher stolz und stark, hier so erfolgreich als Detektivin tätig geworden zu sein und ein kleines Blog enttarnt zu haben, um sich nun selbst wichtig zu machen und groß zu tun. Lügner aber haben ein schlechtes Gedächtnis, denn ich habe natürlich einen Kommentar von ihr veröffentlicht.

Der Lügner hat kein Gedächtnis und auch kein Gewissen, für ihn gelten keine Grenzen, er schnüffelt und stöbert, er fragt nicht, er platzt hinein, er macht auch wohlmeinend und ist doch bösartig, er ist süßlich und klebrig aber niemals offen. Der Lügner ist hochmütig, sieht sich der Kritik enthoben und klopft sich noch auf die Schultern, der Lügner zweifelt nicht, er liebt Gerüchte und hat sich eingeschlossen in einem Zimmer, in dem nur er selbst sich Antworten auf falsche Fragen gibt.

Wer sich dann fragt, warum das Internet kein Ort mehr ist, um persönliche Geschichten zu erzählen, um zu erinnern, um zwecklos ein Thema anzustoßen, um zu plaudern, um Leser auf einen Tee zu bitten, um ohne langes Zögern die eigene Adresse herauszugeben, um manchmal Bilder und manchmal Töne hier hineinzulegen, der findet dann hier die Antwort. Weil die Angriffe, die Verschwörungstheorien, die Verleumdungen und das Geschmähe nicht länger mehr nur professionelle Journalisten trifft, oder große Verlagshäuser, sondern ein kleines, privates Blog mit Geschichten, die eben auch mein Leben sind. Das Leben anderer Menschen anzugreifen, zu verhöhnen und zu verleumden, ist nämlich keine Spielerei, kein Tändeln und die jüdische Erfahrung sagt: die Lüge und die Verleumdung ist niemals Spaß, sondern immer bitterer Ernst.

Wie man angesichts solcher Briefe weiterschreibt, das ist wie so vieles, eine schwierige und keineswegs leicht zu beantwortende Frage.

Da die Dame- so Sie denn eine ist- bitter beklagt, dass Ihre mich entlarvenden und bloßstellenden, kritischen Kommentare nicht freigeschaltet sind, so sei dieser ihr Brief hier unverändert abgebildet.

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Der letzte Sonntag

Vielleicht wird dieses Jahr, das Jahr der Abschiede, denke ich mir und sehe aus dem Fenster in den Kirchhof herüber. St Sylvester läutet 12 Uhr und die Kirchgemeinde läuft durch die Kirchentüren hinaus und die Straße herunter. Gleich wird der Priester die Kirche zusperren, den Talar auf einen Bügel hängen, sich die Hände waschen, in einer halben Stunde wird der Priester im Türrahmen stehen und sagen: Fräulein Read On, ich störe doch nicht?“ Ich werde sagen: „Aber Priester, nur zu, Sie stören doch nie.“ Der Priester begrüßt Katze wie Hund, nur um sich umzudrehen und zu sagen: „Fräulein Read On, wie kommt es, dass es jeden Sonntag noch besser duftet, als am vorherigen Sonntag? Ich werde etwas über das Auge des Betrachters anmerken, der Tierarzt befüllt unterdessen die Wasserkaraffe und ermahnt Hund wie Katze, wenigstens am Sonntag doch etwas Benehmen zu zeigen.

An jedem Sonntag in den vergangenen vier Jahren, an dem ich in Irland war, stand der Priester um 12.30 Uhr im Türrahmen. Gestern kam er zum letzten Mal, heute da kommen die Umzugswagen, denn der Priester verlässt das Dorf und auch Irland. Im Sommer, da kam er an einem gewöhnlichen Dienstag herüber, saß auf dem alten, grünen Sofa und sagte: „Fräulein Read On, Sie sollen es von niemand Anderem erfahren, aber der Orden ruft mich nach Italien zurück. Der Priester zeigte mir ein Bild, ich schluckte und sah auf den blauen Himmel, das Ocker der Häuser, die schneeweiße Kirche, die keine Ähnlichkeit hat mit dem trotzigen Kirchturm St Sylvester, und dachte wie oft der Priester sagte, den Blick zum Meer gewandt: „Es ist eine andere Erde.“ 35 Jahre hat der Priester in Italien verbracht und nun kehrt er zurück, St. Sylvester aber und der kleine Kirchsprengel, bleiben zurück, neu besetzt wird die Pfarrstelle nicht mehr, denn die Gemeinde ist viel zu klein.

Aber noch war die schneeweiße Kirche nur ein Bild und der Priester noch immer da. Aber gestern, da stand ich am Fenster und sah auf den Kirchhof und dachte daran, wie es war, als ich ins Dorf zog und so einsam war, wie nie zu vor. Da gab es den Tierarzt noch nicht, der in der Besteckschublade rumort, in der Uni kannte ich keinen und auch sonst war ich sehr allein und nichts war irisch-heimelig oder romantisch-global oder Expat-exciting. Die Frau des Krämers sagte: „Ausländer sehen wir hier nicht so gern“ und die Katze starrte feindselig zu mir herüber, ich war allein und die Stille war lauter als alles andere, lauter selbst das Meer vor dem Fenster. Eines Nachmittags hängte ich Wäsche im Garten auf und plötzlich rief jemand vor der Kirchenmauer herüber: „Darf ich mich vorstellen?“ „Ich bin der Priester.“ Ich schluckte und rief: „Ich bin der Jude.“ Der Mann am Gartenzaun lachte und sagte: „Hat der Jude auch einen Namen?“ Ich sagte: „Weiß ihr G*tt nicht alles?“ Der Mann auf der Gartenmauer lachte und ich sah ein schmales Gesicht, eine randlose Brille, zu kurz geschnittene Haare und einen schwarzen Rollkragenpullover, das was ich sah gefiel mir und in sein Lachen hinein sagte ich: „Wollen Sie am Sonntag zum Essen herüberkommen?“ Ich wartete auf sein Nein, denn bis zu jenem Nachmittag war nein, das häufigste Wort meines irischen Aufenthaltes gewesen, aber während ich noch auf das Unvermeidliche wartete, sagte er: „Sehr gern. Was darf ich mitbringen?“ „Auf keinen Fall Kochschinken“, sagte ich und der Priester lachte wieder und winkte mir zu. Am Sonntag brachte er Margariten mit. Wir stritten uns von der ersten Minute an, über alles über die Kirche als solche, über die unbefleckte Empfängnis, über alle Päpste, über Straßenbau und seine Affinität zu Nagetieren. Am Ende des ersten Mittagstisches sagte der Priester: „Wissen Sie was, Sie sind schlimmer als die Jesuiten.“ Diesmal lachte ich und sagte: „Kommen Sie wieder?“ Der Priester kam.

An jedem Sonntag kam der Priester, wir aßen, ich kochte seine Kindheitserinnerungen nach ( nur den Schinken ließen wir aus ), und wir stritten kaum waren Kartoffeln und Stew verteilt, stritten so heftig, so beißend, so herzhaft lachend, dass die alte Standuhr quietschte, und während der Priester abwusch, setzte ich Tee auf und dann spielten wir Schach, natürlich nicht ohne fortgesetzte Streitereien über Irland an sich, Angela Merkel, das Konkordat von 1870, und einmal da erzählte mir der Priester von einer Frau im roten Kleid und ich im von einem Schatten in meinem Rücken und wir waren ganz still. Irgendwann, aber dazwischen lagen zwei Jahre, kam der Tierarzt dazu saß mit uns am Tisch und sprach vielleicht nach einem halben Jahr den ersten Satz: „Mir war nicht klar, dass es Menschen gibt, die so viel reden.“ Da lachten wir beide und inzwischen streitet auch der Tierarzt mit, streitet um Kopf und Kragen und der Priester und ich lachten und der Priester flüstert mir zu: „Ein Jesuit.“ Vier Jahre und viele Sonntage und immer öfter auch Mittwochs oder Donnerstags kam der Priester auf einen Sprung herüber und immer hoffte ich er bliebe noch länger.

Gestern stand der Priester noch einmal in der Tür: „Fräulein Read, ich störe doch nicht?, sagte er, ich schüttelte den Kopf. Der Tierarzt stellte die Gläser auf den Tisch, aber sein Platz blieb leer. „I leave you to it“, sagte er und nahm den Hund mit heraus. „Ich kann heute nicht mit Ihnen streiten, Priester“, sage ich und der Priester nickt. Ich schenke dem Priester ein Bild von St Sylvester, dem Kirchhof und dem kleinen windschiefen Haus. „Vergessen Sie uns nicht“, Priester. „Kommen Sie mich besuchen“, sagt er und ich nicke. Der Priester schenkt mir das Bild einer Amsel. „Fräulein Amsel“, so habe ich Sie genannt, bevor Sie erklärten, Sie seien der Jude“, sagt der Priester und legt mir den Schlüssel für St Sylvester in die Hände. „Bei Ihnen ist er in guten Händen“, sagt er. Ich sage: „Der Jude hat den Kirchturmschlüssel.“ Der Priester lacht, lacht so wie damals, als wir uns zum ersten Mal trafen an der Mauer, die den Kirchhof vom Garten trennt, der Priester lacht bis er weinen muss. Das Essen wird kalt und meine Hände sind es auch. Der letzte Sonntag im Jahr ist manchmal schon im Januar.

 

12 Bilder, ein Tag. Die Irland-Ausgabe.

Gestern war es wieder so weit. Ganz Bloggersdorf sammelte 12 Bilder eines Tages und da will auch die Außenstelle: Kleinst-Gälisch-Bloggersdorf nicht fehlen.
Ganz Bloggersdorf zeigt seine zwölf Bilder schon immer bei Draußen nur Kännchen

Not a dark noir film but my way to work. #1v12 #12von12 #ireland #thisisireland

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Der Weg ins Unterland sieht im Januar so aus. Würde ich einen dieser Film sehen in denen in irischen und walisischen Dörfern, Menschen am laufenden Band erstochen und im Moor vergraben werden, so würde ich wahrscheinlich schreiend die Straße hinunterrennen, da Filme mit Isabelle Huppert selten in kleinen Dörfern spielen und in den von mir so geschätzten Bollywood-Filmen der 60er Jahre immer jemand anfängt zu singen, schlurfe ich gähnend und oft summend vor mich hin.

Waiting. #2v12 #12von12 #coffee #dublin

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Dann passieren für viele Stunden lauter Dinge, die ich nicht ins Internet schreiben kann, bis ich auf jemanden warte, mit dem es eine weitere Angelegenheit zu besprechen gibt, die Fräulein Bond nicht mitteilen kann. Der Jemand verspätet sich, ich trinke Milch mit Kaffee und höre zwei Freunden zu, die sich über New York unterhalten. Die Mieten. Die Kälte. The vibe. Dann kommt der Jemand doch.

Late, late lunch. #3v12 #12von12 #lunch #saladeniçoise #kosher

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Wieder vergeht Zeit, ich habe Hunger wie ein junger Wolf und esse den riesigen Teller  Salade  niçoise auf, hernach verwandle ich mich wieder in das altbekannte Shetlandpony. Sollte auch Sie hartnäckiger Hunger in Dublin überfallen, so lege ich Ihnen sehr, das “ Cocotte “ in der Alliance Francaise ans Herz. Die Salate sind die besten, die sie in Irland finden werden und so der Gastraum auch eher nüchtern ist, kann man dort sehr, sehr gut verschnaufen.

-Hier Einsetzen größerer Panik- erst drei Bilder. Himmel hilf.

Foggy. #4v12 #12von12 #dublin #river #randomsnaps

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Dublin nebelt unterdessen so vor sich hin.

Ich schreibe Karte Nummer 301 an Deniz Yücel. 301 Karten, sagt mir eine Stimme ganz leise ins Ohr, das ist ja fast schon ein Jahr. Es gibt noch immer keine Anklageschrift.

Die Letzte macht das Licht aus. #6v12 #12von12 #dublin #tgif

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Die Letzte macht das Licht aus, das bin dann wohl ich.

Dinner. #7v12 #12von12 #ice #icebabyice #nice

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Abendbrot! Liebe Eltern, was Sie hier sehen, ist was passiert, wenn man Kinder von Schokolade freihält, denn trotz gelegentlicher Nussschokoladenexzesse in den Sommerferien bei meiner Großmutter, bin ich süßigkeitenfrei aufgewachsen und habe mich davon nie erholt.

A long standing tradition before the concert. #8v12 #12von12 #nationalconcerthall #dublin

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Vor dem Konzert gilt es Pralinen zu erstehen. Dies ist eine altehrwürdige Tradition, denn damals als ich ein kleines Mädchen war und mit meiner Großmutter in die Philharmonie ging, da bestach sie mich mit Pralinen, damit ich auch wirklich mucksmäuschenstill wäre. Die Tradition führe ich natürlich fort und im Konzertsaal verfalle ich sofort in eine krokodilsartige Starre und mich haben schon Konzertbegeleiter angestoßen, um zu überprüfen , ob ich noch am Leben sei.

My happy place. #9v12 #12von12 #nationalconcerthall #dublin

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Auf ewig ist der Konzertsaal, der Ort den ich am liebsten mag. Mein Spa-Day und Detox von wirklich allem, überhaupt erlebt man im Konzert auch immer wieder völlig kuriose Dinge. Heuer saß nämlich ein Mann neben mir, der mitten im Konzert eine kleine hölzerne Kralle, die an einem Stiel befestigt war, hervorholte und sich damit kratzte. Fast lautlos, in geübten Bewegungen und ohne den Blick vom Orchester zu wenden, bediente sich der Mann seines hölzernen Helfers. Kurios.

Das Programm und ach, ich liebe die Symphonie fantastique auch nach all diesen Jahren, ich kann mich nicht satt hören an ihr und immer wieder falle ich auf ein Neues in sie hinein. Was für große und dabei leichte und schwermütige Musik zu gleich. Ma erzählt sich Berlioz sei damals in eine Schauspielerin-Harriet Smithson– aus Ennis verliebt gewesen, die Ophelia in Paris gab, allein es fehlte ihm an Mut sie auf ein Glas Champagner zu bitten.

Who can spot the vet? #11v12 #12von12 #dublin #dublinbynight

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Der Tierarzt hat unterdessen und sozusagen in Sichtweite an einer Geburtstagsfeier teilgenommen und so wurde mir aus vertraulichen Quellen zugetragen, eine halbe Weißweinschorle getrunken. (Wein hat doch Schrillionen Kalorien? Nicht wahr?) Der Tierarzt jedenfalls musste im Auto so derart über den Mann mit seiner Holzkralle lachen, dass selbst das Meer anfing zu kichern, die Schafe grölten und St Sylvester heiser, hustend lachte.

Book& tea and nitenite. #12von12 #nitenite #nowreading #book #vonnegut

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Der Tag wurde mit einer letzten Tasse Tee und einem Buch beschlossen.

Suppentage

Es gibt sone Tage und solche Tage. An solchen Tagen schickt die Auszubildende, trotz fester Vereinbarung- am Morgen eine SMS mit: ’sick, w’nt come in. Sry‘ und ich stehe allein vor einer ziemlich großen Ausgabe, die zu zweit kein Problem ist, allein aber sehr, sehr mühselig, vor allem wenn sich für später Handwerker angesagt haben. Die beste Chefin der Welt ist ja immer noch krank. An solchen Tagen klingelt das Telefon unablässig und niemals sind die Anrufe in zwei Sätzen abzuhandeln. An solchen Tagen, ich ziehe gerade den Mantel an ruft der Tierarzt an-Donnerstage sind Zootage und an Zootagen treffen der Tierarzt und ich uns zu einer gemeinsamen Mittagsstunde. Aber gerade an solchen Tagen klingelt eben das Telefon und der Tierarzt sagt: „Mädchen,die Kinofreundin zieht um und hat doch kein Auto.“ „Das soll heißen Du machst ihr den achten Umzug in zwei Jahren,ja?“, sage ich und das Schweigen am anderen Ende ist an solchen Tagen bleiern und schwer und ich lege auf. An solchen Tagen machen Kolleginnen in der Teeküche meinen Akzent nach und fallen vor lauter Kichern fast in das Spülbecken, an solchen Tagen vergisst sogar die liebe C., das wir auf einen Anruf verabredet waren, Schwesterchen hat zu einem gemeinsamen Wochenende genau die Freundin eingeladen, mit der ich keine halb Stunde verbringen und an solchen Tagen lese ich einen Text, den ich geschrieben habe und möchte ihn in viele, kleine Fetzen zerreißen.

Solche Tage sind eigentlich Aobaba  Tage, aber das Aobaba ist auch recht weit vom Institut entfernt und mir hängen doch die Handwerker im Nacken und so renne ich lieber ins Bun Cha. Denn das Bun Cha ist an solchen Tagen ein echter Lichtblick. Im Bun Cha lacht sie niemand aus, im Bun Cha lächelt man sie an. Im Bun Cha treten sie an den Tresen und suchen sich eine Suppe aus. Man sieht sie an und im Bun Cha sieht man genau, dass heute ein solcher Tag ist und man bedeutet ihnen sich hinzusetzen. Wenig später nähert sich eine dampfende Schüssel und sie umfängt der tröstliche Duft einer heißen Hühnerbrühe. Auch im Bun Cha reicht man Limetten zur Suppe und die Suppe ist keine Suppe, sondern ein kleiner Eimer Trost. Sie schlürfen friedlich ihre Suppe und sehen ihr Telefon gar nicht an. Zu den weiteren Vorzügen des Bun Cha gehört die Musikauswahl: im Bun Cha laufen die aktuellen vietnamesischen und chinesischen   Pophits während ich die hervorragenden Pilze aus der Suppe angle und da bin ich mir sehr sicher, wird in den Liedern mit Tierärzten, die Fräuleins versetzen abgerechnet, blau machende Auszubildende geschmäht, tomatige Schwestern als solche benannt und überhaupt wippt man nach ein paar Minuten mit dem Fuß mit, summt beim dritten Lied mit und gibt mehr Chili in die Suppe, denn die Suppe muss heiß und scharf sein, denn die Welt ist schon kalt genug.

Die Suppe lässt im Bun Cha nichts zu wünschen übrig. Im Bun Cha gibt es neben sehr, sehr guten Suppen, der besten Musikwahl und sehr frischen Frühlingsrollen auch den weltbesten Zuckerrohrsaft, allerdings kann ich Zuckerrohrsaft nicht an solchen Tagen trinken, denn immer wenn ich nach Indien komme, dann trinke ich bei Fräulein Janivapati, die einen Zuckerrohrsaftstand an der Nizamuddin Bahnstation ein großes, kaltes Glas Zuckerrohrsaft und erst dann bin ich zurück in Indien. Obwohl der Zuckerrohrsaft im Bun Cha so köstlich ist, soll man auf solche Tage nicht auch noch Heimweh legen. Das Bun Cha aber ist vor allem ein freundlicher Ort,  im Bun Cha essen Familien mit Kinder, Bauarbeiter aus Rumänien, Friseurinnen aus dem Tschad und ziemlich oft auch ein ziemlich niedergeschlagenes Fräulein. Das Bun Cha aber verlässt man stets aufgerichtet und mit einem warmen Suppenbauch und trifft man später auf den Tierarzt und seine Kinofreundin, die irgendwas von Kaffee um die Ecke murmeln, so zuckt man nur mit den Schultern, hebt etwas spitzig das Kinn, schüttelt die Shetlandponyhaare und sagt mit einer leichten Handbewegung: „Ach geht ihr nur, ich hatte Suppe im Bun Cha.“

Was? Bun Cha , Dublin

Wo? 11 Moore Street , Dublin 1 , Dublin , Ireland

Wie viel? Eine Suppe, die auch einen sehr hungrigen Riesen oder ein Fräulein an solchen Tagen satt macht, kostet zwischen 7, 50 und 9,50 Euro.

Wie stets gilt: Selbstgegessen, Selbstgeknipst, Selbstbezahlt und Selbstgeschrieben ist es auch.